Kein Fracking-Verbot im Kanton Zürich

Der Zürcher Kantonsrat will nichts wissen von einem Frackingverbot im Kanton Zürich: Mit 82 zu 80 Stimmen wurde die Forderung der Grünen nach einem Verbot abgelehnt.

Ölpumpe in Fredrick, Colorado, USA

Bildlegende: Fracking ist hoch umstritten: In Colorado (USA) stimmte die Bevölkerung mit grosser Mehrheit für ein Fracking-Verbot. Keystone

Fracking sei eine grosse Gefahr für die Umwelt, betonten die Grünen im Zürcher Kantonsrat. Martin Neukom sprach zum Beispiel von einer «Schnapsidee», die in den USA entwickelt worden sei. In Kalifornien habe man Trinkwasserprobleme, weil das Grundwasser versaut worden sei. Deshalb sei Fracking in einzelnen Regionen verboten worden. Den gleichen Fehler dürfe man im Kanton Zürich nicht machen.

Wie eine Mehrheit des Parlaments, wollte auch Baudirektor Markus Kägi die umstrittene Methode nicht von vornherein verbieten. Ein solches Verbot, so Kägi, würde die Forschung und neue Technologien verhindern. «Die Fördermethode mittels Fracking soll nicht als Ganzes verteufelt und einfach verboten werden, sondern auch in Zukunft allfällig als Chance genützt werden können», sagte Kägi vor dem Rat.

Fracking-Projekte gibt es im Kanton Zürich zur Zeit keine. Es sei höchst unsicher, sagte Kägi weiter, ob Fracking überhaupt jemals zum Einsatz kommen werde.

Was ist Fracking?

Fracking ist eine Methode, um Erdgas und Erdöl aus grossen Tiefen zu gewinnen. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem Druck in den Boden gepresst. Die Methode ist weltweit umstritten.