Kein Höhenflug für Gripen-Gegengeschäfte bei Zürcher Unternehmen

2,5 Mia Franken sollen bei einem Gripen-Kauf in Form von Gegengeschäften in Schweizer Unternehmen zurückfliessen. Geschäfte im Wert von 300 Mio Franken muss Hersteller Saab zudem schon vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags abschliessen. Bei Zürcher Unternehmern ist das Interesse daran noch gering.

Die Ausführungen der Redner von Saab, dem Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem) und von Felix Gutzwiller, Zürcher Ständerat und Vorstandsmitglied der Zürcher Handelskammer, wurden fast nur von den eigenen Leuten gehört und beklatscht. Dabei sollen die Gripen-Gegengeschäfte die eigene Wirtschaft stärken und als Türöffner für neue Exportmöglichkeiten dienen.

Gripen-Vertrag in weiter Ferne

Viele Firmen würden zurückschrecken, in einem so komplizierten Business Fuss zu fassen, mutmasste Felix Gutzwiller im Anschluss an die Veranstaltung. Dabei könnten sich auch für kleinere, hochspezialisierte Firmen gute Möglichkeiten eröffnen. Ein weiterer Grund sah Gutzwiller aber auch wegen der erneuten Verzögerung des Geschäfts im Parlament:  Erst vor 14 Tagen hatte die Nationalrätliche Sicherheitskommission das Gripen-Geschäft verschoben. Ein unterschriebener Vertrag ist damit weit und breit nicht in Sicht.

Die wenigen Unternehmer, die sich trotzdem informieren wollten, zeigten sich zufrieden. Sie wüssten nun, was sie unternehmen müssten, sollten sie mit Saab ins Geschäft kommen wollen.