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Olympische Winterspiele 2026 Kein olympisches Feuer entfacht

Das Zürcher Stadtparlament steht Olympischen Winterspielen in Graubünden, bei denen Zürich eine wichtige Rolle spielen soll, ablehnend gegenüber. Das finanzielle Risiko sei viel zu hoch, lautete der Grundtenor.

Am 12. Februar entscheiden die Stimmberechtigten im Kanton Graubünden über die Kandidatur. Plakat in Davos.
Legende: Am 12. Februar entscheiden die Stimmberechtigten im Kanton Graubünden über die Kandidatur. Plakat in Davos. Keystone

Das 125-köpfige Stadtparlament hat am Mittwochabend ein klares Signal Richtung Graubünden gesandt. «Die Stadt Zürich macht bei allfälligen olympischen Winterspielen in Graubünden im Jahr 2026 nicht mit», lautet die Kernbotschaft. Das finanzielle Risiko sei viel zu hoch. Zudem seien olympische Spiele weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll.

«Schlecht aufgegleist»

Der Starrsinn der Bündner Promotoren grenze an Zwängerei, sagte ein Politiker der Grünen. Selbst die SVP ist von dem Projekt «nicht überzeugt». Es sei sehr schlecht aufgegleist. In Graubünden habe es zu wenig Raum, zu wenig Anlagen und zu wenig Geld. Es könne nicht sein, dass Kopf und Herz der Spiele in St. Moritz seien aber das Portemonnaie in Zürich.

Grundsätzliche Skepsis

Etwas weniger deutlich äusserte sich die FDP. Man wisse zum jetzigen Zeitpunkt einfach zu wenig. Die Partei teilt jedoch die grundsätzliche Skepsis der Stadtzürcher Regierung. Das klare Signal aus dem Parlament wertet Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartementes, so, dass der Stadtrat mit seiner Haltung «wohl nicht ganz falsch liegt». Diese Haltung hat er während der letzten zwei Jahre immer wieder wiederholt, sie sei den Bündnern von Anfang an bekannt gewesen.

Kleine Beteiligung möglich

Zürich will keine Host-City sein, keine Sportanlagen bauen und auch keine Defizite mittragen. Nach wie vor denkbar ist, dass das Stadion Letzigrund, das Hallenstadion oder der Sechseläutenplatz «allenfalls gegen Entschädigung» zur Verfügung gestellt werden.

Die Bündner Bevölkerung stimmt am 12. Februar zum zweiten Mal innert vier Jahren über eine Bewerbung zur Durchführung olympischer Winterspiele ab.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Cyril Kyburz (Cyril Kyburz)
    So nicht.. Zürich ist wohl wirklich keine Stadt, wo sich für Spitzensport interessiert& Sie liebe Gegner von Olympischen Spielen denken wohl wirklich nur an sich! Natürlich lohnt es sich finanziell für die Schweiz nicht bzw. vlt für Sie selber, doch Olympische Spiele sind mehr als nur KOSTEN und es gibt auch viele in unserem Land, die Olympische Spiele und damit eine Kandiatur möchten. Werden Sie Optimisten und sehen Sie die vielen positiven Seiten, denn ja genau auch die gibt es!
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    1. Antwort von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
      Dann sollen doch die Optimisten die Spiele finanzieren. Es kann doch nicht sein, dass alle CH-Steuerzahler gezwungen werden das zwanghafte Partybedürfnis gewisser Leute in unserem Land zu befriedigen und dabei die gleichgesinnten auf der ganzen Welt gleich noch mit einzuladen. Wie viel besser macht es Ihr Leben wenn Olympia in Graubünden stattfindet?
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    2. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Klar, Herr Kyburz, Olympische Spiele sind mehr als Kosten. Es ist das Prinzip, Gewinne zu privatisieren und die Verluste zu sozialisieren. Olympiaden, WMs und EMs sind das Bekenntnis zum krankmachenden Sp(r)itzen- und Profi(t)sport und gegen den gesunden Breitensport d.h. die Leute davon abzuhalten, sich selber sportlich zu betätigen und hin zum passiven Zuschauersport mit all seinen negativen Auswüchsen zu bringen
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Olympischen Spiele sind schon lange viel zu teuer und die Vorlagen viel zu hoch. Der Starrsinn der Bündner in dieser Sache, lässt auf wenig Demokratieverständnis schliessen. Das Volk sagt hoffentlich bei der zweiten Abstimmung noch viel deutlicher Nein.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Kein "Profi(t)- und Sp(r)itzensport"
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