Kein Pendelschiff von Tiefenbrunnen nach Wollishofen

Der Kantonsrat hält nichts von einem Pendelschiff im unteren Zürichseebecken. Die Nachfrage wäre zu klein, die Kosten zu hoch, argumentiert das Parlament. Es befindet sich damit auf demselben Kurs wie der Regierungsrat.

Mit dem Schiff zur Arbeit - aus dieser Idee für das untere Zürichseebecken wird nichts

Bildlegende: Mit dem Schiff zur Arbeit - aus dieser Idee für das untere Zürichseebecken wird nichts Keystone

Der Kantonsrat glaubt, dass die Nachfrage für einen Pendelschiffkurs zwischen Zürich-Wollishofen und Zürich-Tiefenbrunnen zu klein wäre. Seiner Meinung nach wären zudem die Investitionen viel zu hoch. Er spricht sich damit gegen ein entsprechendes Begehren von Christoph Holenstein (CVP) aus. Und er entscheidet im Sinne des Regierungsrates. Dieser hatte sich vor gut zwei Jahren gegen den Vorstoss ausgesprochen.

Idee seit vielen Jahren

Die Idee eines Pendelschiffes im unteren Seebecken ist nicht neu, sondern kam schon vor Jahren auf. 2000 untersuchten Vertreter der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) und des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) sowie ein privater Investor eine solche Verbindung. Die Untersuchung ergab eine zu geringe Nachfrage - der ZVV zog sich zurück.

Auf privater Ebene wurde das Projekt weiterverfolgt. Mit einer Konzession des Bundes wurde von Juni 2001 bis Juni 2003 ein Probebetrieb angeboten. Wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit wurde er jedoch wieder eingestellt.