Keine Angst vor dem «See-Fünfliber»

Wer in Zukunft auf dem Zürichsee, dem Greifensee oder der Limmat auf einem Schiff mitfährt, muss zusätzlich zum normalen Billett noch einen Zuschlag von fünf Franken bezahlen. Das ist eine der neuen Massnahmen, mit denen die Zürcher Regierung die Staatskasse sanieren will.

Lange Zeit hat der Zürcher Verkehrsverbund mit dem Slogan «Ein Ticket für alles» geworben: Mit einer ZVV-Tageskarte konnte man Zug, Bus, Tram und Schiff fahren. Dass nun für Fahrten auf den Seen ein Zuschlag von fünf Franken erhoben werden soll sei vertretbar, findet ZVV-Mediensprecher Stefan Kaufmann: «Im Vergleich mit anderen Seen ist der Zürichsee massiv günstiger.» Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis sollte auch mit dem Zuschlag attraktiv bleiben, glaubt Kaufmann.

Zuschlag sollte Passagiere nicht abschrecken

Kaufmann glaubt nicht, dass mit dem «See-Fünfliber» die Passagierzahlen zurückgehen könnten: «Wir gehen davon aus, dass die Zahlen mehr oder weniger stabil bleiben, da eine Schifffahrt auf dem Zürichsee vor allem ein touristisches Angebot ist.»

Noch nicht geklärt ist die Logistik: Wie wird der «See-Fünfliber» auf den Schiffen eingezogen? Damit dies nicht zu Engpässen beim Einsteigen oder vor der Kasse führt, suchen der ZVV und die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft derzeit nach einer Lösung.