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Zürich Schaffhausen Keine Angst vor dem «See-Fünfliber»

Wer in Zukunft auf dem Zürichsee, dem Greifensee oder der Limmat auf einem Schiff mitfährt, muss zusätzlich zum normalen Billett noch einen Zuschlag von fünf Franken bezahlen. Das ist eine der neuen Massnahmen, mit denen die Zürcher Regierung die Staatskasse sanieren will.

Lange Zeit hat der Zürcher Verkehrsverbund mit dem Slogan «Ein Ticket für alles» geworben: Mit einer ZVV-Tageskarte konnte man Zug, Bus, Tram und Schiff fahren. Dass nun für Fahrten auf den Seen ein Zuschlag von fünf Franken erhoben werden soll sei vertretbar, findet ZVV-Mediensprecher Stefan Kaufmann: «Im Vergleich mit anderen Seen ist der Zürichsee massiv günstiger.» Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis sollte auch mit dem Zuschlag attraktiv bleiben, glaubt Kaufmann.

Zuschlag sollte Passagiere nicht abschrecken

Kaufmann glaubt nicht, dass mit dem «See-Fünfliber» die Passagierzahlen zurückgehen könnten: «Wir gehen davon aus, dass die Zahlen mehr oder weniger stabil bleiben, da eine Schifffahrt auf dem Zürichsee vor allem ein touristisches Angebot ist.»

Noch nicht geklärt ist die Logistik: Wie wird der «See-Fünfliber» auf den Schiffen eingezogen? Damit dies nicht zu Engpässen beim Einsteigen oder vor der Kasse führt, suchen der ZVV und die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft derzeit nach einer Lösung.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Erhöht nur überall die Preise im ÖV, ich bin stolzer Besitzer eines komfortablen Autos.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Wie ist es mit Passagieren, die ein GA (im Swiss Pass) haben, also kein Billet pro Fahrt lösen müssen? Und muss, bei Unterbruch einer Seefahrt, bei jedem Wiedereinstiegen in ein Schiff, erneut einen Fünfliber bezahlt werden? Das würde mich schon interessieren. Der Fünffranken Zuschlag ist tatsächlich verkraftbar, denn im Gegensatz zur Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee ist auch das Essen viel günstiger.
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  • Kommentar von tom rosen (tom rosen)
    Der ZVV ist (Beleidigungsnähe vermeidend formuliert) eine Ansammlung von Individualverkehrs-Förderern. Ein Ticket für die Seequerung kostet mit Halbtax Fr. 2.40. Kostet es jetzt Fr. 7.40? In einer der reichsten Städte der Welt leistet man sich den verkehrslogistischen Drittwelt-Stand. Zwar haben wir endlich eine S-Bahn, die wird aber um einen ungequerten See geführt (vom Bahn-Wahn-Korridor auf der anderen Seite ganz zu schweigen). Schon mal gerechnet, was 50 Jahre 12 Km-Umweg kostet?
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Zürich muss sehr viel in den NFA Almosentopf bezahlen. Das geht pro Jahr ins Geld, damit die armen Nehmerkantone aus dem Vollen schöpfen können (s. Luzern mit der Vision Salle Modulable von 200 Millionen Franken). Das Beispiel mit Fr. 2.40/7.40 dünkt mich schon einen Verhältnisblödsinn. Da wäre ja der Zuschlag teurer als das Billet. ist das im Sinne der ZVV?
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