Keine Bestrafung für Laserpointer-Attacke

Ein Bauer aus Winterthur ist Opfer einer Laserpointer-Attacke geworden. Auf Empfehlung der Polizei erstattete er eine Anzeige. Passiert ist jetzt aber nichts, das Verfahren wurde eingestellt.

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Laserpointer Attacke

4:31 min, aus Schweiz aktuell vom 11.3.2013

An einem Juliabend im letzten Sommer dreschte der Winterthurer Bauer Hermann Frei mit seinem Sohn sein Dinkelfeld. Plötzlich wurden sie vom grünen Strahl eines Laserpointers überrascht. Die beiden konnten sich zum Glück rechtzeitig abwenden und wurden nicht geblendet.

Hermann Frei erstattete auf Anraten der Polizei Anzeige. «Betroffene sollen sich melden und Anzeige erstatten», sagt auch Marcel Graf von der Kantonspolizei Zürich. Die Kapo hat eine Präventionskampagne gegen Laserpointer-Attacken gestartet.

Verfahren eingestellt

Obwohl die Staatsanwaltschaft weiss, wer der Urheber der Winterthurer Laserpointer-Attacke ist, hat der Vorfall keine Folgen: das Verfahren wurde eingestellt. Begründung: dem Beschuldigten könne nicht nachgewiesen werden, dass er die Absicht hatte, den Bauern zu verletzen.

Hermann Frei ist überrascht und enttäuscht über den Entscheid. «Die Situation ist insofern absurd, dass im gleichen Kanton eine Präventionskampagne lanciert wird, eine Bestrafung gibt’s dann aber nicht», sagte Frei gegenüber «Schweiz aktuell».