Zum Inhalt springen

Keine Geschäftsfliegerei Anrainergemeinden wollen Flugplatz Dübendorf betreiben

Legende: Video Dübendorfer Stadtpräsident Lothar Ziörjen zum Abstimmungsausgang abspielen. Laufzeit 1:15 Minuten.
Vom 26.11.2017.

Die Resultate sind deutlich. Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen haben sich klar dafür ausgesprochen, den Flugplatz selber zu betreiben. Sie möchten dazu einen jährlichen Betriebskredit von 1.3 Millionen Franken aufwenden.

Am deutlichsten ist die Zustimmung in Wangen-Brüttisellen, wo 74 Prozent ein Ja in die Urne legten.

Flugplatz Dübendorf

Wangen-Brüttisellen: Bewilligung Kostenanteil an Aktienkapital und Betriebsdefizit Historischer Flugplatz mit Werkflügen

  • JA

    74.1%

    1'113 Stimmen

  • NEIN

    25.9%

    390 Stimmen

In Volketswil war die Zustimmung etwas geringer, aber immer noch hoch bei 70 Prozent.

Flugplatz Dübendorf

Volketswil: Bewilligung Kostenanteil an Aktienkapital und Betriebsdefizit Historischer Flugplatz mit Werkflügen

  • JA

    70.3%

    2'728 Stimmen

  • NEIN

    29.7%

    1'152 Stimmen

In Dübendorf sind es 59 Prozent. Die Stimmbeteiligung in den Gemeinden liegt zwischen 32 und 34 Prozent.

Flugplatz Dübendorf

Dübendorf: Flugplatz Dübendorf: Betrieb eines historischen Flugplatzes mit Werkflügen (Gemeindekonzept)

  • JA

    57.7%

    2'816 Stimmen

  • NEIN

    42.3%

    2'064 Stimmen

Die Gemeinden rund um den Flugplatz Dübendorf stemmen sich gegen die Pläne des Bundes, der den Flugplatz für Geschäfts- und Privatfliegerei nutzen will. Das Konzept der drei Anrainergemeinden sieht keine Geschäfts- und Privatflüge vor, sondern nur Werkflüge und Flüge mit historischen Maschinen. Diese Variante würde zu weniger Flugbewegungen führen als das Konzept des Bundes.

«Bund ist nun klar gefordert»

Legende: Video Kein Business-Flugplatz in Dübendorf abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.11.2017.

Die drei Gemeinderäte sind überzeugt, dass sich mit dem Abstimmungsresultat vom Sonntag die Voraussetzungen für ihr Konzept nochmals deutlich verbessert haben. Das Konzept stehe mit der gesicherten Finanzierung auf einer sehr verlässlichen Basis, heisst es in einer Mitteilung der drei Gemeinden. Auf dieser Grundlage wollen sie nun den Dialog mit Kanton und Bund weiterführen.

Das Pro Komitee «Historischer Flugplatz mit Werkflügen» spricht von einem deutlichen und klaren Signal: Der Bund sei nun klar gefordert, auf den vom Volk bestätigten Kompromiss der Standortgemeinden umzuschwenken.

Der Bund selber nimmt das Resultat zur Kenntnis. Und dämpft die Hoffnungen der drei Anrainergemeinden: «Wir müssen das Gesamtinteresse der Schweiz im Auge behalten», erklärt Urs Holderegger, Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL auf Anfrage. «Und die Geschäftsfliegerei ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.» Der Bund hat das Konzept der Anrainergemeinden bereits im März abgelehnt.

Umzonung für Innovationspark

Eine weitere Abstimmung in Dübendorf befasste sich mit den Gebäuden am nördlichen Rand des Flugplatzes Dübendorf. Dort soll ein neues Industrie- und Gewerbequartier mit Anbindung an den Innovationspark entstehen. Die dafür nötige Umzonung ist von den Stimmberechtigten mit knapp 58 Prozent angenommen worden. Das Referendum der SVP ist damit gescheitert.

Flugplatzrand Nord

Dübendorf: Flugplatzrand Nord: Teilrevision Nutzungsplanung und Teilrevision kommunaler Richtplan

  • JA

    58.2%

    2'852 Stimmen

  • NEIN

    41.8%

    2'050 Stimmen