Keine neuen Bauzonen im Kanton Schaffhausen

Keine weitere Zersiedelung - dies hat sich die Schaffhauser Regierung mit dem neuen Richtplan zum Ziel gesetzt. So sollen keine neuen Bauzonen mehr geschaffen werden. Und neu sind vier Standorte für Grosswindanlagen definiert.

Blick auf die Stadt Neuhausen.

Bildlegende: Ein neuer Richtplan soll im Kanton Schaffhausen Ordnung schaffen. Keystone

Vier Hauptziele verfolgt die Schaffhauser Regierung mit dem neuen Richtplan. So soll verdichteter und damit auch höher gebaut werden, um die Zersiedelung zu stoppen. Zudem soll die Landschaft koordiniert entwickelt und Siedlung und Verkehr aufeinander abgestimmt werden. Der letzte und vierte Punkt betrifft die erneuerbaren Energien. Diese sollen vermehrt gefördert werden.

Konkret soll dank dem neuen Richtplan die Entwicklung der Bauzonen gegenseitig besser abgestimmt werden. Gemeinden innerhalb von sogenannten Kooperationsräumen sollen einander mit Bauland aushelfen. Denn klar ist für Baudirektor Reto Dubach:

« Die Bauzonen im ganzen Kanton sind für die nächsten 15 Jahre genügend gross. Nur liegen sie teilweise am falschen Ort. »

Im Zentrum des Kantons habe es eher zu wenig Bauland, in den Gemeinden da und dort zu viel. Wer Bauland abgebe, müsse allerdings entschädigt werden.

Ausserdem soll an vier Standorten der Bau von Grosswindanlagen möglich sein. Drei Standorte sind allerdings heikel. Sie liegen im Schutzgebiet des Randens. Und ob der Bund dies akzeptiert, ist offen.

Am Ende entscheidet Bern

Als nächste Instanz beschäftigt sich das Schaffhauser Parlament mit dem neuen Richtplan. Und anschliessend - im Sommer 2013 - das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das letzte Wort liegt also beim Bund.