Keine weiteren Schritte der Zürcher Katholiken gegen Huonder

Mit einer schriftlichen Entschuldigung haben sich die Zürcher Katholiken vom Churer Bischof Vitus Huonder distanziert. Weitere Aktionen sind jedoch nicht geplant, erklärte Benno Schnüriger, der oberste Zürcher Katholik. Er hofft nun, dass Zürich bald ein eigenes Bistum erhält.

Wieder mal sorgte der Churer Bischof Vitus Huonder für Wirbel in der katholischen Kirchen. Ende Juli zitierte er in Fulda eine Stelle aus dem Alten Testament. Nach dieser Stelle soll ein Mann, der mit einem Mann «wie mit einer Frau schläft, mit dem Tod bestraft werden».

Die Zürcher Katholiken haben sich letzte Woche schriftlich entschuldigt. Weitere Schritte sind jedoch vorerst nicht geplant, wie Benno Schnüriger als Regionaljournal-Wochengast sagte.

Ohnehin tritt Huonder voraussichtlich in zwei Jahren in den Ruhestand. Es gäbe zwar Bestrebungen, die darauf abzielten, dass Huonder noch früher zurücktritt. Die Erwartungen diesbezüglich seien jedoch klein – so Schnüriger.

Eigenes Bistum bis 2021

Unabhängig von den jüngsten Kontroversen mit Huonder wollen sich die Zürcher Katholikon ohnehin vom Bistum Chur loslösen. Schnüriger sieht dieses Ziel nun näher kommen. «Zwischen 2017 und 2021 sollte es soweit sein.» Voraussetzung ist, dass sich die Schweizer Bischöfe einigen. Dann muss auch noch der Papst dem neuen Bistum den Segen erteilen.