«Kinder sind ein heikles, ehrliches Publikum»

Die «kleine bühne schaffhausen» ist für ihn eine Herzensangelegenheit. 1976 stand René Egli zum ersten Mal für sie als Schauspieler auf die Bühne; 1983 übernahm er die erste Regie. In der Zwischenzeit sind es über 40 Regiearbeiten geworden: aktuell «Ronja Räubertochter».

Trotz langjähriger Erfahrung verspürt Regisseur René Egli auch vor der Premiere von «Ronja Räubertochter» eine leichte Anspannung. «Wir wissen nie, wie die Kinder wirklich reagieren», erzählt er im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Bei «Ronja Räubertochter» gebe es zudem einige furchteinflössende Momente, wie beispielsweise das Gewitter zu Beginn. Da habe er aber versucht die Angst der Kinder abzuschwächen, indem er es bereits beim Einlass des Publikums gewittern lasse. «So können sich die Kinder schon mal ein paar Minuten daran gewöhnen», meint Egli.

Regisseur René Egli, der hauptberuflich als Lehrer und Schulleiter einer Privatschule in Winterthur arbeitet, ist mit Leib und Seele für die «kleine bühne schaffhausen» im Einsatz. 1976 spielte er zum ersten Mal im Weihnachtsmärchen mit; 1983 übernahm er die erste Regie. Auf die Frage, was ihm die «kleine bühne schaffhausen» bedeute, meint er: «Es macht einfach Spass.» Zudem gebe es wohl kaum ein Laienensemble in der Schweiz, das jedes Jahr so ein grosses Haus wie das Stadttheater Schaffhausen bespielen dürfe.

Und angesprochen auf den Erfolg - die Vorstellungen sind meist ausverkauft - sagt Egli: «Wir geben uns sehr viel Mühe.» Gerade bei Kindervorstellungen müsse man genau darauf achten, dass alles stimme, denn Kinder seien ein heikles, ehrliches Publikum.

«kleine bühne schaffhausen»