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Zürich Schaffhausen «Kindergärtnerinnen verdienen genug»

Der Zürcher Regierungsrat will die Löhne von Kindergärtnerinnen nicht anpassen. Er lehnt die Forderung dreier Verbände ab. Der Lohn sei nicht diskriminierend, begründet der Regierungsrat seine Ablehnung. Die Kindergärtnerinnen gehen nun vor Verwaltungsgericht.

Ein Mädchen im Kindergarten bastelt, die Kindergartenlehrerin sitzt daneben und hilft.
Legende: Die Kindergärtnerinnen im Kanton Zürich fordern mehr Lohn. Keystone

Die Kindergärtnerinnen im Kanton Zürich fordern mehr Lohn. Gegenüber dem Kanton Zürich machten sie geltend, dass sie beim Lohn diskriminiert werden. Unterstützt wurden die Kindergärtnerinnen von drei verschiedenen Lehrerverbänden. Dazu gab es im Frühjahr eine Verhandlung vor der Schlichtungsbehörde. Eine Einigung kam nicht zustande, die Schlichtungsbehörde gab jedoch den Kindergärtnerinnen Recht.

Anpassung des Lohns ist gerechtfertigt

Die Schlichtungsbehörde kam zum Schluss, dass die Kindergärtnerinnen in den vergangenen Jahren sehr viele neue Aufgaben übernehmen mussten. Deshalb müsse auch der Lohn angepasst werden. Die Schlichtungsbehörde gab den Ball damit der Zürcher Regierung weiter. Diese hat nun die Lohnanpassung abgelehnt mit der Begründung, es bestehe keine Lohndiskriminierung.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Die Kindergärtnerinnen und die Verbände akzeptieren diesen Entscheid der Regierung nicht. Sie wollen deshalb vor das Verwaltungsgericht und hoffen, ihre Lohnforderung durchsetzen zu können.

Für den Regierungsrat dürfte dieser Weiterzug nicht überraschend kommen. Bereits nach den Verhandlungen bei der Schlichtungsbehörde sagte der Regierungsrat, dass er eine Klärung vor dem Verwaltungsgericht begrüssen würde.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Ob der Lohn von Kindergärtnerinnen diskriminierend sei oder nicht, könnte man doch sehr einfach beantworten. Bringt den Jahreslohn einer Kindergärtnerin (von/bis) die Privilegien und die Erschwernisse, den Urlaub und die wöchentlichen Arbeitsstunden. Ich denke da würde z.B. ein Filialleiter einer Migros- oder Coop-Filiale staunen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    In einem Punkt wären die Lohnforderungen irgendwie noch nachvollziehbar: Es hiess, dass in den letzten Jahren die Kindergärtnerinnen sehr viele "neue Aufgaben" übernehmen mussten! Das stimmt ganz sicher! Erstens müssen den Kindern die ersten Deutsch-Wörter beigebracht werden und zweitens müssen die Lehrer(innen) (Kindergärtner(innen) leider heutzutage die "einfachsten und grundlegendsten Erziehungs-Aufgaben" übernehmen!
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