«KLAR Züri Unterland» sistiert Mitgliedschaft

«Zu wenig Transparenz!» – Der Vorwurf der Gruppe «KLAR Züri Unterland» gegen die Regionalkonferenz Nördlich Lägern ist happig. Die Gruppe hat verlangt, dass Geldflüsse offengelegt werden müssen. Die Konferenz hat den Antrag abgelehnt. Am Samstag ist «KLAR Züri Unterland» ausgetreten.

AKW-Gegner Fahne

Bildlegende: Die Atomgegner forderten mehr Transparenz. Die Regionalkonferenz hat den Antrag nicht unterstützt. Keystone

Die Gruppe «KLAR Züri Unterland», die sich gegen ein Atommüllendlager in der Region Nördliche Lägern wehrt, sistiert ihre Mitgliedschaft in der lokalen Regionalkonferenz.

«KLAR Züri Unterland» verlangte am Samstag, dass alle Mitglieder der Regionalkonferenz ihre Interessenbindungen und die dazu gehörenden Geldflüsse offen legen. Der Antrag wurde abgelehnt, ein weniger radikaler Vorschlag des Leitungsteams jedoch angenommen.

Beobachten von aussen

Hans-Peter Lienhard, Präsident der Regionalkonferenz bedauert den Austritt, betont jedoch: «Wir haben heute die transparenteste Interessenoffenlegung aller Regionalkonferenzen.»

Die Konferenz versucht möglichst breite Kreise der Bevölkerung in die Vorbereitungen einzubeziehen für den Fall, dass der Bund die Region im Zürcher Unterland als Standort für ein Atommüllendlager auswählt.

«KLAR Züri Unterland» will aber insbesondere, dass auch Geldflüsse offen gelegt werden. Co-Präsident Lukas Spuhler erklärt, dass seine Gruppe den Prozess nun intensiv beobachte, aber von aussen.