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Klares Nein der Katholiken Zürcher Geld bleibt in Zürich

Die Kirchensynode hat entschieden, den Bistumsfond nicht aufzulösen. Zuvor hatte der Churer Bischof Anspruch auf das Geld erhoben.

Legende: Video Kein Zürcher Geld für Bischof Huonder abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.12.2017.

Die Zürcher Katholiken hoffen schon lange auf ein eigenes Bistum. Ab 1990 haben sie dafür einen Fonds geäufnet. Unterdessen umfasst er 1,2 Millionen Franken. Die Hoffnung auf ein eigenes Bistum wurde im Frühling 2017 aber enttäuscht.

Ein Vorstoss im katholischen Kirchenparlament forderte deshalb, der Fond sei aufzulösen.

Bischof will Geld für Renovation seines Schlosses

Brisanz erhielt der Vorstoss, weil Bischof Huonder in Chur Anspruch auf das Geld erhob. Das bischöfliche Ordinariat habe zwar keinen rechtlichen, wohl aber einen moralischen Anspruch, hiess es in einem bischöflichen Schreiben, das am Wochenende bekannt wurde. Huonder wollte das Geld unter anderem für die Restauration des Bischofssitzes verwenden.

Ein Ja wäre das falsche Signal. Wir wollen weiter träumen.
Autor: Benno SchnürigerPräsident des Synodalrates

Doch das katholische Kirchenparlament sagte am Donnerstag Nein – und zwar deutlich mit 82 gegen drei Stimmen. Es will den Fonds nicht auflösen. Synodalratspräsident Benno Schnüriger sprach von einem «falschen Signal», das ausgesendet würde. Die Zürcher Katholikinnen und Katholiken sollen weiter vom eigenen Bistum träumen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    was macht mann mit einem eigenen bistum? welche vorteile bringt es, ein eigenes bistum zu haben. was könnte zürich damit mehr oder anders machen? abgesehen von diesen fragen, denke ich könnt bischof huonder es doch seinem vorgesetzten nachtun. ein bisschen mehr franziskansiches täte dem hohen und mittleren klerus in so mancher hinsicht gut. gut finde ich auch, dass die zürcher weiterträumen .... und das geld nicht zweckentfremdet einem mann in purpur einfach so überlassen.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Der Herr Bischof erinnert an seinen Glaubensbruder Tebarz in Limburg vor ein paar Jahren. Der konnte damals noch grosszügig Aus- und Umbauen, wurde dafür aber vom amtierenden Chef im Billigflieger dann nach Rom zitiert und ist seither ausser Betrieb gestellt. Eine Lösungsform die man hier offenbar auch längst hätte wählen sollen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Bischof Huonder - Geldverschwendung für die Renovation "seines" Schlosses - Bescheidenheit? Und die Zürcher Katholiken, wollen ein eigenes "Bistum".... Was hat das alles mit "Bescheidenheit, Humanität, echtem, ehrlichen Glauben" zu tun? Mio von Menschen, darben und verhungern weltweit und diese egoistischen, katholischen "Herrschaften", wollen dieses viele Geld, eigennützig und für prunkvolle Immobillien verschleudern?? "Religionen....?
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