Kletterparadies in alter Industriehalle

2000 Quadratmeter Kletterfläche, bis zu 17 Meter hohe Wände und 300 verschiedene Kletterrouten: In Winterthur-Töss wird am Wochenende die neue Kletterhalle eröffnet. Es ist die erste Halle in der Schweiz, wo sich auch das Eisklettern üben lässt.

Nach knapp einem Jahr Bauzeit öffnet die Kletterhalle am kommenden Wochenende ihre Türen. In einer ehemaligen Industriehalle des Winterthurer Rieter-Konzerns ist ein Mekka für Kletterbegeisterte entstanden. Auf ingesamt 2000 Quadratmetern und 300 Kletterrouten - mit und ohne Seil - können sie an ihrer Technik feilen. Als Novum in der Schweiz ist auch ein Bereich für Eiskletterer reserviert, der sogenannte Drytooling-Bereich. Ein Indoor-Seilpark, ein grosser Kinderspielbereich und ein Bistro ergänzen das Angebot von «6a plus», wie die neue Halle heisst.

Mit der Kletterhalle haben die beiden Geschäftsführer Simon Riediker und Aaron Richiger ihr Hobby zum Beruf gemacht. «Wir klettern beide schon sehr lange und intensiv. Und irgendwann ist die Idee entstanden, dass wir in Winterthur dieses spezielle Projekt realisieren könnten.» Dabei war ihnen wichtig, dass die Halle für jeden etwas bietet: «Das hiess für uns, nicht nur hohe, ganz steile Wände zu bauen, sondern auch etwas für Einsteiger, Breitensportler oder Schulklassen anzubieten. Wie zum Beispiel einen Indoor-Seilpark, wo man mit wenig Training ein grosses Abenteuer erleben kann.»

Grosse Unterstützung von Privaten und der Stadt

Das Abenteuer, diese Halle auf die Beine zu stellen, wurde nur möglich, weil viele Kletterfans am selben Seil zogen: weil Privatpersonen die Halle mit Darlehen mitfinanzierten, oder weil Freiwillige die Wände strichen. Auch die Stadt Winterthur unterstützt die neue Kletterhalle finanziell - auch mit einem Darlehen. Sportamt-Leiter Dave Mischler ist überzeugt, dass dieses Geld gut investiertes Geld ist und wieder in die Stadtkasse zurückfliesst.