Koch-Areal: Besetzer dürfen bis 2016 bleiben

Die UBS als Besitzerin des Koch-Areals und die rund 100 Besetzerinnen und Besetzer einigen sich auf einen Vorschlag der Stadt Zürich. Die Besetzer ziehen sich aus einem Teil des Areals zurück, dürfen dafür bis 2016 bleiben. Der freie Teil des Areals wird zum Winterquartier für den «Zirkus Chnopf».

Koch Wärme AG mit Spruchbändern und Graffitis

Bildlegende: Dürfen bis 2016 bleiben: die Besetzer des Koch-Areals. Keystone

Die Besetzer des Koch-Areals in Zürich Altstetten haben sich mit der Besitzerin, der UBS geeinigt. Sie dürfen das Bürohaus mit Anbauten sowie einen Grossteil des Geländes bis 2016 nutzen. Einen Teil des Areals, die sogenannte Pufferzone, haben sie Ende September geräumt. Hier kann der Zirkus Chnopf sein Winterquartier beziehen.

Dem städtischen Hochbaudepartement ist es nun gelungen, zwischen Besetzern und der UBS zu vermitteln, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die rund 100 Besetzerinnen und Besetzer dürfen das Bürohaus mit Anbauten sowie einen Grossteil des Geländes für drei Jahre nutzen. Auflage ist, dass die gravierendsten Sicherheitsmängel behoben werden und die Arealgrenzen und die sogenannte Pufferzone respektiert werden. Diese kann die UBS nach ihren Interessen nutzen.

Neues Winterquartier für «Zirkus Chnopf»

Für den frei werdenden Teil hat die UBS mit dem «Zirkus Chnopf» einen Mietvertrag geschlossen. Er wird sein Winterquartier schrittweise beziehen. Bis dahin werden fünf Gebäude beziehungsweise Unterstände schadstoffsaniert und abgerissen. Sowohl die Besetzer als auch der Zirkus können bis 2016 auf dem Koch-Areal bleiben.

Die Aktivistinnen und Aktivisten besetzen seit einigen Monaten das Koch-Areal. Die UBS will die Gebäude nach einer Schadstoffsanierung abreissen und auf dem Areal unter anderem gemeinnützige Wohnungen bauen.