Kontrollierter Cannabis-Verkauf: Schaffhausen bleibt passiv

In der Stadt Schaffhausen sollen keine Cannabis-Produkte verkauft werden. Das Stadtparlament hat einen Vorstoss der Alternativen Liste abgelehnt. Die AL forderte, dass sich die Stadt Schaffhausen an einem allfälligen Pilotprojekt beteiligt, wie es unter anderem auch in Zürich diskutiert wird.

Kiffer raucht eine Cannabis-Zigarette.

Bildlegende: Während die Polizei beim Kiffen schon mal ein Auge zudrückt, bleibt der Handel mit Cannabis grundsätzlich verboten. Keystone

Städte wie Genf und Zürich arbeiten an Modellen mit dem Ziel, Cannabis an Konsumenten zu verkaufen. Der Schwarzmarkt soll so ausgehebelt werden. In Schaffhausen machte sich nun die Alternative Liste mit einem Postulat dafür stark, dass sich die Stadt an solchen Projekten beteiligt. Andi Kunz (AL) meinte, es gehe nicht um eine Legalisierung von Canabis, sondern um eine Regulierung: «Wie beim Verkauf von Alkohol braucht es auch hier einen Jugendschutz.»

Mit Ausnahme der Jungfreisinnigen zweifelten die bürgerlichen Parteien aber daran, dass es so gelingt, die Zahl der jugendlichen Kiffer zu reduzieren. Es sei vielmehr ein fatales Signal, wenn der Staat Drogen verkaufe.

Auch der Stadtrat sprach sich gegen das Postulat aus. Es sei wegen der noch unklaren Rechtslage der falsche Zeitpunkt, hier aktiv zu werden. Das Parlament lehnte den Vorstoss mit mit 18 zu 13 Stimmen ab.

(ster; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:30 Uhr)