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Krasse Videos Zürich will Opferhilfe bekannter machen – mit heftigen Bildern

Ein Vater, der seinen Sohn zusammenschlägt. Ein Trainer, der seine Sportlerin vergewaltigt. Ein junger Mann, der nach dem Ausgang verprügelt wird. Die Videos der Kampagne #zukrass beschönigen nichts. Sie sollen aufrütteln.

Legende: Video #zukrass - Opferhilfekampagne des Kantons Zürich abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.06.2018.

«Ich hoffe, dass dank der Kampagne mehr junge Menschen die Opferhilfe kennen und dann entscheiden können, ob sie sich Hilfe holen wollen oder nicht», sagt Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Denn eine Studie zeigt: 78 Prozent der Jugendlichen haben noch nie etwas von der Opferhilfe gehört.

Sich Hilfe holen ist ein Zeichen der Stärke.
Autor: Jacqueline FehrZürcher Regierungsrätin (SP)

Ein weiteres Problem kommt hinzu: Junge Migranten wissen am wenigsten Bescheid, gehören aber zu einer Gruppe mit hohem Risiko, Opfer von Gewalt zu werden – etwa im Ausgang. Und: «Junge Männer vertrauen sich selten jemandem an. Sie versuchen, die erlebte Gewalt selbst zu verarbeiten», sagt Sandra Müller Gmünder, Leiterin der kantonalen Opferhilfestelle. Und Regierungsrätin Jacqueline Fehr betont: Stark sei, wenn man sich Hilfe hole. Die Kampagne #zukrass soll dazu ermutigen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Frage, wie viele haben aufgehört zu Rauchen, wegen der 'abschreckenden' Bilder auf den Päcklis? In einer Sendung der 'Anstalt' im ZDF hat am Schluss ein Vater, der seine Frau und Töchter wegen eines Rasers verloren hat auf beeindruckende Art und Weise gesagt, er zeige nicht die Bilder des Unfalls, sondern er zeige die Bilder, der Töchter und der Frau als lachende lebndige Wesen, um zu sensiblisieren. Vielleicht, wäre es auch hier von Nöten?
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    1. Antwort von Nathi Dübi (nadu)
      Es geht ihnen nicht darum die Täter mit diesen Videos zu erreichen sondern die Opfer. Da viele Betroffene diese Anlaufstelle nicht kennen, sollen sie mit diesen Videos darauf aufmerksam gemacht werden. Das stimmt natürlich, ich denke die Täter hören wegen diesen Videos trotzdem nicht auf.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Das ist ein wichtiger Einwand, den Sie hier machen Herr Dübi. Dennoch frage ich mich in einer Zeit, wo Kinder, Jugendliche mit vielen Gewaltbildern, ob sie es wollen oder nicht konfrontiert sind, weitere 'Gewaltbilder' sie sensibilisieren, erreichen können und vor allem auch ermutigen, sich Hilfe zu holen?
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