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Zürich Schaffhausen Kritik und Lob nach Flughafen-Entscheid des Kantonsrats

Der Zürcher Kantonsrat hat die Verlängerung der Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich aus dem Richtplan gestrichen. Dies irritiert den Flughafen. Dafür freuen sich die Fluglärmorganisationen – wenigstens die meisten.

Legende: Video Zürcher FDP Liberale lanciert Pisten-Initiative abspielen. Laufzeit 3:28 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 25.03.2014.

Man sei enttäuscht über den Entscheid, erklärte Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Die Planung für den Pistenausbau hat nämlich bereits begonnen. Und dran werde der Flughafen festhalten, so Zöchling.

Der Flughafen brauche die längeren Pisten, wenn der neue Staatsvertrag mit Deutschland kommen sollte. Vom Schweizer Parlament ist er ratifiziert, in Deutschland liegt er derzeit auf Eis. Wird er auch in Deutschland unterschrieben, kann es schnell gehen. Darauf will der Flughafen vorbereitet sein.

Unterstützung findet der Flughafen bei seinen Lobby-Organisationen. Sie wollen ein Volks-Initiative lancieren, um die Verlängerung der Pisten zurück in den Richtplan zu bringen.

Nur der Süden ist unzufrieden

Auch die verschiedenen Fluglärm-Organisationen und Bürgerbewegungen haben auf den Entscheid des Kantonsrates reagiert. Kritisch äussert sich nur der Verein Flugschneise Süd NEIN. Alle andern begrüssen, dass der Kantonsrat dem Flughafen grenzen setzen will. «Wir alle wollen einen qualitativ hochstehenden und sicheren Flughafen», betont die Winterthurer Stadträtin Barbara Günthard-Maier namens der Organisationen im Westen, Norden und Osten des Flughafens. Doch ein solcher sei auch auf dem bestehenden Pistensystem möglich.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Kaufmann, 8052 Zürich
    Genau das ist das Problem, Herr Odermatt. Wenn wegen der zu kurzen Piste 28 nicht über Osten geflogen werden kann, dann wird auf den viel dichter besiedelten Süden ausgewichen. Dann hat "noch mehr Volk" Fluglärm. Zur Erinnerung: Erst 2011 hat das Volk mit 60:40 NEIN zum Pistenausbauverbot gesagt. So wird es auch dieses Mal enden. Denn nur mit einer verlängerten Ostpiste ist ein Flugregime möglich welches möglichst wenig Menschen stört! P.S. Der Flughafen soll nicht verlängert werden!
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  • Kommentar von Paul Meinen, Horgen
    Die Frage ist, ob das den Flughafen nicht freut. Ziel ist ja eine Doppelpiste mit starten nach Süden. Egal, dass so der grösste Teil der Zürcher Bevölkerung belärmt wird. Es wäre besser konkret gegen die billige Fliegerei vorzugehen. Gemäss WWF verursacht der Flugverkehr 2020 22% des CO2. Der Flugverkehr zahlt weder MWST noch Treibstoffabgaben, betrügt also den Bürger um Geld. Ein Flug nach New York verursacht soviel CO2 wie ein Jahr Autofahren. Es gibt viele die Fliegen mehr als 1-2x...
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  • Kommentar von Peter P. Odermatt, Pfäffikon
    Soll die Volksinitiative doch kommen, nur das ist fair und wird die Flughafenverlängerung endgültig versenken. Das Volk hat genug von den lärmigen Fliegern.
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