«Lambada-Amokfahrer» definitiv verurteilt

Er fuhr im Februar 2012 vor der Zürcher Lambada-Bar in eine Gruppe von Menschen, tötete dabei einen Mann und verletzte vier weitere. Nun ist der «Lambada-Amokfahrer» rechtskräftig verurteilt - zu 7,5 Jahren Haft. Sein Anwalt und die Staatsanwaltschaft akzeptieren das Urteil des Zürcher Obergerichts.

Ein Auto, das frontal in eine Bar gefahren ist.

Bildlegende: Der Mann war alkoholisiert, als er vor der Lambada-Bar in eine Menschengruppe fuhr. Keystone

Es waren happige Vorwürfe, mit denen sich der Täter vor Gericht auseinander setzen musste. Vor seiner Amok-Fahrt soll er eine Prostituierte mit einer Stahlrute geschlagen und sie wiederholt vergewaltigt haben. Danach soll er sich - betrunken - in sein Auto gesetzt haben, worauf er am frühen Morgen vor der Lambada-Bar in eine Gruppe von Menschen fuhr. Ein Mann starb, vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Bezirksgericht Zürich hatte der Staatsanwältin noch alle Vorwürfe geglaubt und den Täter zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Zürcher Obergericht hatte dann aber Zweifel an den Aussagen der Prostituierten. Es sprach den Mann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei und verurteilte ihn für die Stockschläge und die Amokfahrt wegen versuchter schwerer Körperverletzung und fahrlässiger Tötung zu 7,5 Jahren Haft.

Dieses Urteil akzeptieren nun sowohl sein Anwalt wie auch die zuständige Staatsanwältin, wie sie auf Anfrage des «Regionaljournals» bestätigen. Der heute 28-Jährige ist damit rechtskräftig verurteilt. Er sitzt bereits seit seiner Verhaftung im Gefängnis.