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Landwirtschaftliche Forschung «Es braucht einen Ausbau, keinen Abbau»

Bauernpräsident Hans Frei erklärt als «Regionaljournal-Wochengast», weshalb er gegen die Schliessung der Agroscope-Standorte im Kanton Zürich kämpft.

Legende: Audio «Das ist völlig daneben» abspielen.
16 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 08.04.2018.

SRF: Weshalb ist es so wichtig, ob ein Wissenschafter seine Forschung in Zürich-Reckenholz oder im Kanton Freiburg betreibt?

Hans Frei: Wir haben eine vielseitige Landwirtschaft in der Schweiz. Deshalb muss man die klimatischen Einflüsse auch an vielen Standorten prüfen.

Feldversuche soll es nach den Plänen des Bundes weiterhin in allen Gegenden geben. Einfach die Forschung soll im Kanton Freiburg konzentriert werden.

Hans Frei

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Hans Frei
Legende:Keystone

Der Regensdorfer Landwirt ist seit 2012 Präsident des Zürcher Bauernverbandes. Er bewirtschaftet gemeinsam mit seinem Sohn einen 43 Hektaren grossen Ackerbau- und Milchwirtschaftsbetrieb in Watt.

Erst vor zwei Jahren wurde Agroscope reorganisiert. Nun soll man an den bestehenden Standorten die bestmögliche Forschung für die Gesellschaft realisieren.

Agroscope wendet beinahe 25 Prozent des Budgets für die Miete seiner Räumlichkeiten aus. Ist es da nicht sinnvoll, diese hohen Kosten zu reduzieren und in die Forschung umzuleiten?

Der Bundesrat will sparen. Es ist völlig daneben in der heutigen Zeit, einen solchen Kahlschlag anzuordnen. Diese Forschung muss Resultate bringen, die in der Landwirtschaft umgesetzt werden können.

Gibt es eine Möglichkeit für Kompromisse zwischen dem Bund und den Bauern?

Das ist schwierig. Im Reckenholz in der Stadt Zürich haben wir auch die Möglichkeit, der Bevölkerung zu zeigen, was in der Landwirtschaftsforschung gemacht wird. Das ist ein wichtiger Aspekt. Und auch die Arbeit in Wädenswil ist wichtig. Ich meine, da muss man nicht abbauen, da muss man den Auftrag ausbauen.

Das Interview führte Hans-Peter Künzi. Das ganze Gespräch finden Sie im Audiofile.

1 Kommentar

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  • Kommentar von B Marty (Barbara54)
    schhwaches interview. die mehrmals gestellte frage, warum diese aufgaben nicht auch in fribourg erfüllt werden könnten, wird konsequent nicht beantwortet, die bemerkung, dass ein viertel der zürcher kosten für die miete draufgehen wird ignoriert. schade
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