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Zürich Schaffhausen Leichen-Skandal an der Universität Zürich: die Polizei ermittelt

Anfang August wurde publik, dass sich zwei ehemalige Mitarbeiter der Universität Zürich mit präparierten Leichenteile fotografiert haben. Nun ist klar: Die Kantonspolizei ermittelt wegen Störung des Totenfriedens, wie sie gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» bestätigte.

«Wer einen Leichnam verunehrt oder öffentlich beschimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft», heisst es im Schweizerischen Strafgesetzbuch unter «Störung des Totenfriedens». Ein ehemaliger Mitarbeiter und eine Praktikantin der Universität Zürich sollen diesen Totenfrieden gestört haben. Sie haben mit Leichenteilen posiert und diese Fotos mit Kommentaren versehen auf die Social Media-Plattform Instagram geladen.

Als der Fall Anfang August publik wurde, kündigte die Universität Zürich an, sie überlege sich rechtliche Schritte. Doch die Universität kann nichts unternehmen. «Arbeitsrechtlich können wir nichts tun, denn die beiden Angestellten arbeiten nicht mehr bei uns», sagt Mediensprecherin Nathalie Huber.

Stattdessen wird nun die Polizei aktiv. «Wir haben Abklärungen wegen Störung des Totenfriedens eingeleitet», bestätigt Werner Benz, Kommunikationschef der Zürcher Kantonspolizei gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Die Polizei ermittelt ohne Anzeige der Universität, denn die Störung des Totenfriedens ist ein Offizialdelikt. Weitere Details zum Fortschritt der Ermittlungen gab die Polizei nicht bekannt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Vielleicht interessiert sich das SRF dafür, WARUM mir die Kantonspolizei Zürich keine Antwort mehr geben kann, der Grund wird für Furrore sorgen im ganzen Lande. Dazu brauche ich nur die Kontakt - Mailadresse von einer Person beim SRF.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    SRF, vielen Dank für die Antwort. Ich finde es eigenartig, dass von «Störung des Totenfriedens» die Rede ist. Für mich wäre Störung des Totenfriedens, wenn jemand in einem Krematorium oder in einem Kühlraum eines Spitals eine Leiche schänden würde. Das gleiche gilt meines Erachtens auch für Grabschändungen. Es wäre gescheiter, wenn sich die KaPo Zürich endlich einmal an der eigenen Nase nehmen würde. Interessanterweise kann mir die KaPo Zürich keine Antwort mehr geben.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Es tönt schon ein wenig makaber, aber ich nehme an, dass die verstorbene Person ihren Leichnam der Universität für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt hat.
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    1. Antwort von SRF «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»
      Sehr geehrte Frau Holzhammer. Ihre Annahme ist richtig. Die Leichen werden der Universität überlassen.
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