«Leider hat der Tag nur 24 Stunden»

Der Vater der Abzocker-Initiative, der parteilose Ständerat Thomas Minder, hetzt im Abstimmungskampf von Auftritt zu Auftritt. Nicht selten hat er drei Engagements pro Abend. Er selber sagt, er hätte noch Energie für mehr.

 Thomas Minder, Pirmin Bischof (CVP) und SRF-Redaktor Oliver Washington.

Bildlegende: Kontroverse im «Tagesgespräch»: Thomas Minder, Pirmin Bischof (CVP) und SRF-Redaktor Oliver Washington (v.l.n.r.). SRF

Meistens ist Thomas Minder im Abstimmungskampf für seine Initiative mit dem Zug unterwegs. Manchmal steigt der Schaffhauser Ständerat aber auch in seinen alten BMW, damit er rechtzeitig zu all seinen Auftritten kommt. «Er hat 380‘000 Kilometer und er fährt immer noch», sagt der Neuhauser Unternehmer über seinen Oldtimer.

Thomas Minder kämpft im Abstimmungskampf um jede Stimme. Daher tritt er fast überall auf, wo er eingeladen wird. Am 4. Februrar zum Beispiel folgte auf den Talk bei «Schawinski» eine Rede vor der SVP-Ortspartei Diessenhofen im kleinen thurgauischen Schlatt und danach noch der Besuch bei der SVP-Kantonalpartei Schaffhausen auf der Schaffhauser Breite. Dazu sagte Minder: «Heute habe ich drei Termine, aber ich könnte pro Abend fünf Mal auftreten.»  Und: «Ich bin ständig on the road. Leider hat der Tag nur 24 Stunden.»

Den Abstimmungsstress halte er durch, weil er ein Langstreckenläufer sei und sich mit Joggen fit halte. Er habe auch Erfahrung mit extremen Belastungen. «Eigentlich bin ich seit 10 Jahren, seit dem Swissair-Grounding, im Abstimmungskampf.»

Thomas Minder steckt – einen knappen Monat vor der Abstimmung - in der intensivsten Phase seines Lebens. «So etwas macht man nicht mehr als ein- bis zweimal  im Leben. Es gibt Ups und Downs in meiner Gemütslage.» Er sei schliesslich kein Roboter.