Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Literaturmuseum: Strauhof-Komitee startet Gegenoffensive

Die Stadt Zürich will an der Bärengasse Ausstellungsfläche für ein neues Literaturmuseum zur Verfügung stellen. Inakzeptabel, findet das Strauhof-Komitee. Und macht einen Gegenvorschlag: Das Literaturmuseum soll im Strauhof bleiben, das Schreiblabor für Junge soll in die Bärengasse.

Ein Plakat einer Literaturausstellung liegt auf der Seite.
Legende: Muss das Literaturmuseum bald umziehen - oder doch nicht? Keystone

«Das Literaturmuseum bleibt im Strauhof. Punkt!» So lautete die erste Reaktion des Strauhof-Komitees auf das Angebot der Stadt Zürich. Sie hatte vorgeschlagen, an der Bärengasse Fläche für Literaturausstellungen zur Verfügung zu stellen und einen jährlichen Beitrag von 130'000 Franken zu zahlen. Das Angebot der Stadt war ein Kompromiss, nachdem die Stadt angekündigt hatte, das Literaturmuseum Strauhof zu schliessen und dort ein Schreiblabor für Junge einzurichten.

Vorschlag der Stadt, aber mit umgekehrten Vorzeichen

Nun lanciert das Strauhof-Komitee einen Gegenvorschlag: «Wir finden die Idee mit der Bärengasse gar nicht schlecht», sagt Urs Kummer, Sprecher des Komitees, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Nur: Das Schreiblabor soll an die Bärengasse, das Literaturmuseum im Strauhof bleiben. Und auch bei der Finanzierung will das Komitee den Vorschlag der Stadt einfach umdrehen: Für das Schreiblabor soll eine private Trägerschaft gefunden werden, das Literaturmuseum soll weiterhin von der Stadt finanziert werden.

Die Stadt Zürich will den Vorschlag des Komitees noch nicht kommentieren. Sie vertröstet das Komitee auf nächste Woche. Dann diskutiere der Stadtrat über den Strauhof. Und dann wird sich zeigen, ob das Gegenangebot eine Chance hat.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rene Schoenenberger, 8032 Zürich
    Das wäre die einzige vernünftige Lösung. Den Strauhof zu zerstören wäre geradezu unglaublich, nur aus Provilierungssucht von zwei PolitikerInnen. In einer direkten Demokratie sollte ein solcher Alleingang nicht möglich sein. Hoffe da wird noch nicht das letzte Wort gesprochen sein und die Vernunft im Auftrag der Kultur wird siegen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen