Lob von links bis rechts für neues Winterthurer Museumskonzept

Winterthur soll seine Museen fusionieren. Das schlägt der Stadtrat in seinem Museumskonzept vor. Die Winterthurer Parteien sträuben sich nicht gegen den Vorschlag – im Gegenteil.

Besucherin im Museum Oskar Reinhart.

Bildlegende: Die Winterthurer Museen sollen ihre Kräfte bündeln: Besucherin im Museum Oskar Reinhart. Keystone

Das Kunstmuseum, das Museum Oskar Reinhart und die Villa Flora sollen unter einer grossen Dach-Organisation vereint werden. Dies schlägt der Winterthurer Stadtrat vor. So könnten die Häuser besser beworben und Synergien genutzt werden, lautet die Argumentation.

Die Winterthurer Parteien unterstützen diesen Vorschlag. «Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Gabriella Gisler, SVP-Gemeinderätin und Präsidentin der Kulturkommission, auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen». Es mache Sinn, die Kräfte zu bündeln.

Offene Fragen zur Villa Flora

Lob gibt es auch von der linken Seite. Christoph Baumann, Co-Präsident der SP, findet, dass der Zusammenzug der Museen richtig und nötig sei. Er gibt jedoch zu Bedenken, dass aufgrund der Förderung dieser grossen «Leuchturm-Museen» die kleinen Kulturinstitutionen nicht vergessen werden dürften.

Kritik gibt es bei einzelnen Parteien auch hinsichtlich der geplanten Beibehaltung der Villa Flora im städtischen Museumskonzept. SP und Grünliberale halten die Investitionen, welche für dieses Museum nötig wären, für unbezahlbar für Winterthur. Die Stadt solle sich lieber auf die beiden Standorte Oskar Reinhart und Stadtmuseum konzentrieren.