Zum Inhalt springen

Löschtaste statt Tintenkiller Jeder Zürcher 5. Klässler bekommt ein eigenes Tablet

Für das neue Schulfach «Medien und Informatik» rüsten die Zürcher Schulen auf. Kostenpunkt: 12,3 Millionen Franken.

Mädchen macht Hausaufgaben und tippt auf Tablet rum
Legende: Bald erhalten alle Zürcher Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen ein persönliches Tablet. Keystone
  • Mit der Einführung des Lehrplans 21 im Schuljahr 2018/2019 erhalten die Schülerinnen und Schüler sämtlicher 5. Klassen in der Stadt Zürich ein persönliches Tablet.
  • Der Grund dafür: Ab der 5. Klasse ist «Medien und Informatik» neu als Fach im Stundenplan.
  • Am Ende der 6. Klasse müssen die Schüler die Tablets wieder zurückgeben.
  • Der Zürcher Stadtrat hat dafür Ausgaben von 12,3 Millionen Franken bewilligt.

In den ersten zwei Jahren seien es rund 7000 Geräte, sagt Projektleiter Andi Hess. Die Schüler können das Gerät mit nach Hause nehmen und auch in der Freizeit benützen. Um Konflikte mit den Eltern vorzubeugen, seien Elternabende geplant, so Hess. «Die Lehrer sollen an den Elternabenden gemeinsam mit den Eltern Regeln zur Nutzung der Tablets aufstellen.»

Es soll Limiten geben, wie lange die Schüler das Tablet unter der Bettdecke brauchen dürfen.
Autor: Andi HessProjektleiter

Die Schule habe auch Sicherheitsmassnahmen ergriffen: «Wir sind darum bemüht, dass nur geeignete Inhalte zu den Kindern gelangen.» Und was passiert, wenn ein Gerät kaputt geht? «Die Versuche haben gezeigt, dass die Schüler sehr sorgfältig mit den Geräten umgehen», so Hess. Die Schule könne die Geräte aber auch reparieren und ersetzen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Ich bin am Forschen, wer anno dannzumal meinen Eltern die Schiefertafel, die Kreide und den Schwamm finanziert hat. Immerhin sind diese Utensilien bei jedem Jass heute noch unabdingbar. Und gerechnet haben Papa und Mama im Kopf und nicht auf einem Tablet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Das ist doch ein erfolgreiches MArketing: die Kiddies werden jetzt schon früh auf den Apfel getrimmt. Und sie werden dem vom Hersteller gesteterten Ersatz der Geräte brav ihr ganzes Leben lang Priorität einräumen, scliesslich haben sie es so gelernt. Zwar können sie nicht mehr anständig schreiben, aber... who cares?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen