Lustvoll gegen Gewalt an Frauen

In Zürich beteiligten sich 200 bis 300 Menschen am Flashmob im Rahmen von «One Billion Rising». Die Tanz-Aktion startete auf der Polyterrasse der ETH Zürich. Das Tanzen symbolisierte Selbstbestimmung, Freiheit und Freude.

Mehrheitlich Frauen tanzend am Flashmob auf der Polyterasse.

Bildlegende: Mehrheitlich Frauen am Flashmob auf der Polyterrasse. SRF

Die Polyterrasse ist am Donnerstagabend für kurze Zeit mit Scheinwerfern beleuchtet. Frauen verschiedenster Generationen - und dazwischen auch ein paar Männer - tanzen. Viereinhalb Minuten dauert der Song, der extra für diese Aktion geschrieben wurde. Der Tanz-Flashmob ist Teil einer weltweiten Aktion. «One Billion Rising» ist eine Bewegung, die ein Ende der Gewalt gegen Frauen fordert.

Rote Kerzen weisen darauf hin, dass das Zusammentreffen einen traurigen Grund hat. «Eine Milliarde Frauen erleben in ihrem Leben einmal Gewalt», sagt Mit-Aktivistin Maria Früh, «das sind unglaublich viele. Und das ist traurig.» Für viele ist Tanzen ein geeignetes Ausdrucksmittel, für einige ist Tanzen noch mehr: «Tanzen ist auch Audruck von Beisichsein. Wenn die Menschen mehr mit sich verbunden wären, hätten sie auch mehr Respekt voreinander.»

Einmal bewilligt, viermal spontan

Der Tanz-Flashmob auf der Polyterrasse bei der ETH Zürich war bewilligt. Die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen zogen danach tanzend weiter durch die Innenstadt. Vier Mal wurde der Tanz-Flashmob spontan noch aufgeführt.