Mädchen in Garderobe gefilmt: Verdächtiger in U-Haft

Nach der Tat im Zürcher Schulhaus Borrweg wird weiter abgeklärt, ob der 40-jährige Lehrerpraktikant noch weitere solche Delikte begangen hat. Laut der Pädagogischen Hochschule Zürich war das Bewerbungsdossier des teilweise geständigen Mannes unverdächtig.

Der Fall ist Ende Januar bekannt geworden: Im Zürcher Schulhaus Borrweg wurden Mädchen beim Umziehen in der Garderobe gefilmt. Hauptverdächtiger ist ein 40-jähriger Lehrerpraktikant.

Er sitzt nun in Untersuchungshaft, wie die Oberstaatsanwaltschaft gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» bestätigt. Der Haftrichter habe dem Antrag auf U-Haft stattgegeben.

Sauberer Strafregisterauszug

Es ist noch unklar, ob der Mann aus dem Kanton Aargau schon früher ähnliche Delikte begangen hat. Entsprechende Untersuchungen der Polizei laufen noch.

Seine Lehrerausbildunga abslovierte der Verdächte bei der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH). Diese hat keine Hinweise auf frühere Delikte gefunden.

Gemäss PHZH-Rektor Walter Bircher gibt es einen genauen Prozess, wie die Hochschule Praktikanten mit Lehrerausbildung überprüt: «Dabei ist alles korrekt abgelaufen.» Der Mann habe einen sauberen Strafregisterauszug gehabt.

Platznot bei Lehrerausbildung

Walter Bircher.

PHZH-Rektor Walter Bircher. ZVG

Zwar haben viele Pädagogische Hochschulen in der Schweiz in den letzten Jahren neue Räumlichkeiten bezogen. Und dennoch stellt sie der «Run» auf den Lehrerberuf vor Probleme. Walter Bircher, Rektor der Pädagogischen Hochschule Zürich, sagt: «Wir können im Kanton Zürich gar nicht genügend Lehrer ausbilden!»
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