«Man könnte doch das Albanifest abschaffen»

Die Stadt Winterthur steht finanziell sehr schlecht da. Nun kommt Hilfe aus der Bevölkerung. Auf einer Internetseite konnten alle Einwohner ihre eigenen Sparvorschläge machen. 200 Ideen sind eingegangen.

Sparen statt rumfesten: Ein Winterthurer schlägt vor, dass das Albanifest abgeschafft wird.

Bildlegende: Sparen statt rumfesten: Ein Winterthurer schlägt vor, dass das Albanifest abgeschafft wird. Keystone

Warum nicht das Albanifest abschaffen, lautet ein Vorschlag. Oder weshalb können die Stadtbewohner die städtischen Grünflächen nicht selber bepflanzen? - Das sind nur zwei von etwa 200 Vorschlägen, welche Winterthurerinnen und Winterthurer auf der Seite «sparen14.ch» hinterlegt haben.

Ins Leben gerufen hat die Seite der Winterthurer Bert Hofmänner. «Ich dachte mir, bei einem so grossen Budget kann es doch nicht sein, dass man nicht noch mehr Sparpotential findet», sagte er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich/Schaffhausen». «Wenn man die kollektive Intelligenz einsetzt, muss doch eine Idee rauskommen, die man umsetzen kann.»

Ein Vorschlag fliesst in Budgtdebatte ein

Auch Politiker aller Parteien haben das Projekt beobachtet. Und FDP-Gemeinderat Markus Wenger hat einen Vorschlag von der Seite sogar aufgenommen. Die FDP wird nämlich beantragen, dass die Grünabfuhr im Winter nur noch einmal pro Woche unterwegs ist.

Wie weit sich die Politiker sonst noch von den Vorschlägen ihrer Bevölkerung beeinflussen lassen, zeigt sich nächste Woche. Dann debattiert das Winterthurer Parlament über das Budget.