«Man muss jetzt den Dingen den Lauf lassen»

Im Streit um die Beschaffung von 70 neuen Trams rät der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) zur Ruhe. Alle nötigen Schritte seien eingeleitet. Die Politik solle nun abwarten.

Zürcher Heimplatz mit zwei Trams, die sich kreuzen.

Bildlegende: Der Kauf neuer Trams in der Stadt Zürich verzögert sich weiter. Keystone

Es geht um viel Geld. Rund 350 Millionen Franken dürfte der Kauf von 70 neuen Trams für die Stadt Zürich kosten. Kein Wunder ziehen die Bewerber alle Register. In der Sonntagspresse attackierte beispielsweise Peter Spuhler, Chef von Stadler Rail, die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und den Konkurrenten Bombardier. Von Korruptionssumpf war die Rede.

Aber auch die Politik ereifert sich. So verlangt die BDP des Kantons Zürich, dass eine PUK einberufen wird, eine parlamentarische Untersuchungskommission. Ein Anliegen, das jedoch von allen übrigen Parteien im Rat als nicht sinnvoll abgetan wurde.

Keinen falschen Aktivismus

Der zuständige Regierungsrat Ernst Stocker warnt ebenfalls vor zu viel Aktivismus. Alle nötigen Schritte seien aufgegleist, sagte der Volkswirtschaftsdirektor auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ein rechtliches Verfahren sei im Gang. Der gesamte Zürcher Regierungsrat werde wohl bis Mitte Sommer über den Rekurs der VBZ entscheiden. Die VBZ wehren sich mit dem Rekurs gegen einen Entscheid des Zürcher Verkehrsrats, welcher bisher die Kostengutsprache für die Trambeschaffung verweigert hat.