Manche Senioren landen immer noch im «falschen» Altersheim

Seit einem halben Jahr führen die Zürcher Altersheime keine Warteliste mehr, auf der zuvor 1600 Seniorinnen und Senioren standen. Das neue System mit der Umzugsliste funktioniere gut, sagen die Verantwortlichen. Ein Problem ist jedoch geblieben.

Ein Pärchen im Seniorenalter tanzt in einem Altersheim.

Bildlegende: Manche Zürcher Senioren müssen in einem Altersheim tanzen, in das sie eigentlich nicht hinziehen wollten. Keystone (Archiv)

Neu gibt es in der Stadt Zürich eine sogenannte Umzugsliste. Auf die können sich Personen eintragen lassen, die in den nächsten zwölf Monaten in ein Altersheim ziehen möchten.

Der Wechsel zum neuen System habe gut geklappt, bilanziert Rosann Waldvogel, Direktorin der Dienstabteilung Altersheime der Stadt Zürich gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Dieser Wechsel war ein ganz wichtiger Schritt. Jene, die wirklich in ein Altersheim ziehen möchten, können jetzt planen.»

Ausserdem hat es gemäss Rosann Waldvogel zurzeit in den städtischen Altersheimen genügend Plätze. Nur: Die Betten stehen nicht immer an dem Ort, an dem die Senioren wohnen möchten:

«  Insgesamt können wir die Plätze anbieten, die benötigt werden. Aber sie werden nicht immer dort nachgefragt, wo wir sie anbieten können. »

Rosann Waldvogel
Direktorin der Dienstabteilung Altersheime der Stadt Zürich

Vor allem in Zürich Nord, Oerlikon, Schwamendingen und Affoltern gibt es mehr Anfragen, als Plätze in Altersheimen zur Verfügung stehen. Darum müssen sich Seniorinnen und Senioren aus diesen Quartieren flexibel zeigen - und in einen anderen Stadtkreis umziehen.