Mangelware Heilpädagoge

Heilpädagoginnen unterstützen Lehrpersonen bei schwierigen Schülerinnen und Schülern. Weil die Zahl dieser «Problemkinder» in den letzten Jahren gestiegen ist, mangelt es in Zürich an Heilpädagogen.

Ein Kind spielt Karten mit einem Betreuer.

Bildlegende: Spiel und Sonderbetreuung. Doch es fehlt an spielenden Händen wie diesen in einem heilpädagogischen Zentrum. Keystone

Nur an einer einzigen Hochschule kann man im Kanton Zürich das Diplom zur Heilpädagogin oder zum Heilpädagogen erlangen. Gemäss Urs Meier, Vizechef des Zürcher Volksschulamtes, habe man auf diese Situation reagiert: «Wir holen ständig auf.»

So wurden die Anzahl Studienplätze verdreifacht und die Zulassungshürden leicht gesenkt. Deshalb ist Urs Meier zuversichtlich: «Wenn alle Heilpädagogen, die jetzt in Ausbildung sind, auf ihrem Beruf arbeiten, haben wir den Mangel beseitigt.»

Viele Sonderschüler - unbekannte Gründe

Nur: diesem Zuwachs an Heilpädagogen steht - so die Prognosen - eine ebenfalls steigende Anzahl Sonderschüler gegenüber. Daher könnte es schon bald wieder an ausgebildetem Personal fehlen.

Die Zunahme an Sonderschüler führe «an die Grenze der Finanzierbarkeit», so Urs Meier. Die Gründe für diese Anstieg bleiben Urs Meier schleierhaft. Klar ist dagegen: Wenn diese Tenedenz anhält, bleiben Heilpädagoginnen auch in Zukunft Mangelware.

(ds; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:32 Uhr)