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Zürich Schaffhausen Manor an der Zürcher Bahnhofstrasse bekommt Unterstützung

Manor erhält Unterstützung im Kampf um den Verbleib an der Zürcher Bahnhofstrasse. Eine Interessengemeinschaft will das Gebäude als Warenhaus schützen. Die Liegenschaftenbesitzerin Swiss Life will allerdings Luxusgeschäfte und Büros einrichten.

Legende: Video Zwist um Manor abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.04.2014.

Der Streit um den Verbleib der Manor-Filiale ist entstanden, nachdem der 30-jährige Mietvertrag ausgelaufen ist. Eine allfällige Vertragsverlängerung um höchstens fünf Jahre wird diskutiert, Manor müsste allerdings eine dreimal höhere Miete bezahlen. Dies will das Warenhaus nicht akzeptieren und zog gegen die Besitzerin Swiss Life vor Mietgericht.

Aus Sicht der Konsumenten müsse Manor an der Bahnhofstrasse erhalten bleiben, fordert nun die neue Interessengemeinschaft (IG). Präsidentin der IG ist Esther Girsberger, Publizistin und ehemalige Chefredaktorin des «Tages-Anzeigers». Manor habe von allen Seiten grosses Echo auf den drohenden Auszug erhalten, sagt sie im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Es gehe allerdings nicht nur um das Warenhaus Manor: «Manor hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Wir wollen grundsätzlich die Vielfalt und Durchmischung an der Bahnhofstrasse erhalten.»

Kein Gehör bei Swiss Life

Die Versicherung Swiss Life will zwar das Gespräch mit der neuen Interessengemeinschaft suchen und den Mitgliedern den eigenen Standpunkt klar machen. Mediensprecher Florian Zingg betont aber: «Das ändert unsere Pläne nicht: wir haben eine andere Nutzung vor als heute.»

Problem Denkmalschutz?

Ob aus dem heutigen Manor-Warenhaus tatsächlich kleine Luxusboutiquen und Büros entstehen können, zweifelt Architekt und Historiker Hans-Peter Bärtschi an. Er hat für Manor ein Gutachten erstellt und kommt zum Schluss, dass das Gebäude als Warenhaus geschützt werden sollte. Schliesslich werde es seit mehr als 100 Jahren zu diesem Zweck genutzt.

Denkmalschutz und Swiss Life kommentieren die Forderung nach einer Unterschutzstellung zurzeit nicht. Man habe die Umbaupläne bereits eingereicht und auch der Denkmalschutz begutachte diese, sagt Florian Zingg von der Swiss Life nur.

Ob das Gebäude an der Bahnhofstrasse also tatsächlich geschützt wird und nur als Warenhaus genutzt werden kann, ist offen. Manor und die neu gegründete IG könnten mit dieser Forderung allerdings erreichen, dass der Streit mit der Versicherung Swiss Life einige Jahre länger dauert und das Warenhaus somit länger bleiben kann.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Stefan Kunz, Basel
    Es ist legitim, dass sich die Swisslife, wie sie angibt, für die Renten ihrer Versicherten einsetzt und mehr aus der Liegenschaft holen will. Doch verkennen die Verantwortlichen die Bedeutung des Warenhauses Manor, welches prototypisch ein Warenhaus im klassischen Sinne ist (darum stellt sich m.E. die Denkmalschutzfrage). Der tiefe Mietzins allein rechtfertigt noch keine Nutzungänderung. Anzunehmen ist, dass Manor über die Jahre viel Geld in Ausbau und Erhalt der Liegenschaft steckt(e).
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