Marcel Lenggenhager – BDP

Seit vier Jahren sitzt Marcel Lenggenhager im Kantonsrat. Er ist Präsident der Partei und der Fraktion. Lenggenhager sieht sich als typischen Mittepolitiker, der mal mit Links und mal mit Rechts stimmt. Chancen, gewählt zu werden, hat er kaum. Er ist eine klassische Wahllokomotive.

  • Beruf: Treuhänder
  • Politisch tätig seit: 1990
  • Politisches Amt: Kantonsrat (seit 2011)
  • Zivilstand: verheiratet
  • Wahlslogan: Nicht links, nicht rechts

Nicht links, nicht rechts – so verkauft sich die BDP im Wahlkampf. Und so will auch Marcel Lenggenhager selbst wahrgenommen werden. Eine klare Linie habe er nicht, sagt er. Und sieht dies als Vorteil. Betrachtet man etwa die Vorstösse, die er im Parlament eingereicht hat, so finden sich darauf Partner aus der SP, der CVP, der GLP, der EVP und den Grünen – und selten auch aus der SVP.

Im Wahlkampf betont Marcel Lenggenhager, wie wichtig ihm Konsens und Kompromisse sind. Er will sich einsetzen für möglichst wenig Bürokratie und eine integrative Bildung und spricht sich für die Einwanderung aus. Die Schweiz brauche ausländische Arbeitskräfte. Im Kantonsrat bekämpft er etwa die Fliegerei am Flugplatz Dübendorf.

Die Smartspider von Marcel Lenggenhager

Bildlegende: Marcel Lenggenhager ist bei den Finanzen und beim Sozialstaat strenger als die BDP. Seine Smartspider. smartvote

Mehr Wahllokomotive als Regierungskandidat

Marcel Lenggenhager ist Präsident der BDP des Kantons Zürich und wurde 2011 in Winterthur in den Kantonsrat gewählt – als Auswärtiger und «eher überraschend», wie er selbst sagt. Als Kandidat für den Regierungsrat hat er keine Chancen. Er betont zwar, dass er es ernst meine mit dem Versuch, einen Sitz zu erobern. Dennoch dürfte klar sein, dass seine Kandidatur primär dazu dient, seiner Partei die Sitze im Kantonsparlament zu erhalten.

(fren)