Massiv höhere Kosten beim Schaffhauser Kulturgüterdepot

Nach der Kehrichtanlage Hard, der neuen Eishalle und dem Alterszentrum Künzleheim ist nun auch das Kulturgüterdepot wesentlich teurer als ursprünglich geplant. Die Kontrollen haben in der Stadt Schaffhausen einmal mehr versagt.

Der Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer (Mitte) an der Schlüsselübergabe im Kulturgüterdepot Ende 2012.

Bildlegende: Da war die Welt noch in Ordnung: Feierliche Schlüsselübergabe im Kulturgüterdepot Ende 2012. SRF

3,95 Millionen Franken hätte das neue Kulturgüterdepot eigentlich kosten sollen. Nun sind es 570'000 Franken mehr. Das entspricht einer Baukostenüberschreitung von 15 Prozent. Dies berichteten die «Schaffhauser Nachrichten».

Die SVP wirft der Regierung deshalb «organisierte Verantwortungslosigkeit» vor. Daniel Preisig, SVP-Mitglied des Stadtparlaments, sagt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Das ist dilletantisches Projektmanagement in Kombination mit totalem Versagen des Controllings.» Für die Stadt Schaffhausen sei dies ein riesiges Problem.

Eine durch und durch peinliche Angelegenheit

Auch Stadtrat Raphael Rohner (FDP) bezeichnet die erneute Kostenüberschreitung – dieses Mal beim Kulturgüterdepot – als «peinliche Angelegenheit». Künftig sollte dies nicht mehr vorkommen. Rohner hat die Kontrollen bei Bauprojekten verschärft.