McDonald's hat immer noch Appetit aufs Schauspielhaus

Die Pläne von McDonald's, gleich nebenan eine Filiale zu eröffnen, schlagen den Verantwortlichen des Schauspielhauses auf den Magen. Nachgeben kommt für den Fastfood-Giganten aber nicht in Frage.

Eine Tüte Pommes und ein Hamburger von McDonald's

Bildlegende: Pommes und Big Mac: Schwer verdauliche Nachbarn für das Schauspielhaus. Keystone

Zürich ist ein wichtiger Hamburger-Standort. Davon zeugen nicht nur die zahlreichen Filialen, sondern auch der «Mc Züri», eine Kreation aus Brötchen mit Kalbfleischgeschnetzeltem und Champignons.

Kein Plan B

Trotz dieser lokalen Verankerung will das Schauspielhaus nichts wissen von einer McDonald's-Filiale nebenan und sammelt Unterschriften. Mario Federico, «Managing Director» von McDonald's Schweiz nimmt den Widerstand sportlich. «Das ist deren gutes Recht.»McDonald's will den Entscheid der Stadt abwarten und danach weiter schauen.

Federico glaubt nicht, dass das Schauspielhaus-Publikum von Hamburger-Konsumierenden abgeschreckt würde. «Ins Theater gehen junge Männer und Frauen oder Familien, das ist zu 90 Prozent deckungsgleich mit unseren Kunden.»

Ein Gespräch habe McDonald's angeboten, dieses sei jedoch noch nicht zustandegekommen. Einen Plan B, falls die Stadt Nein sagen würde, hat McDonald's nicht.