Mehr Industrie statt noch mehr Finanzsektor

Die Stadt Zürich will weniger abhängig sein vom Finanzplatz. Dass die Sika in Altstetten ein neues Büro- und Laborgebäude baut, freut die Stadtregierung deshalb. Denn der Klebstoffhersteller möchte dort 300 neue Arbeitsplätze einrichten.

Bürogebäude mit vielen Fenstern (Visualisierung)

Bildlegende: Im neuen Labor- und Bürogebäude in Altstetten sollen 300 Arbeitsplätze untergebracht werden. zvg (Visualisierung)

60 Millionen Franken investiert der Industriekonzern Sika in Zürich Altstetten in den Ausbau seines Standortes. Im Neubau sollen hochmoderne Labors und Büros untergebracht sein – 200 bestehende Arbeitsplätze will Sika dorthin verschieben und rund 100 neue schaffen. Damit sollen in Altstetten ab 2016 rund 830 Personen für Sika arbeiten.

Sika sei in ihren Ausbauplänen von der Stadt Zürich gut unterstütz worden, sagt Sika-Chef Jan Jenisch. Und der erneuerte Bahnhof Altstetten komme dem Unternehmen zugute.

Auch die Stadt Zürich schätzt die Investitionen. Stadtrat und Bauvorsteher André Odermatt war beim Startschuss für den Neubau selbst anwesend und freute sich über den Ausbau. Es beweise, dass die Stadt Zürich für grosse und kleine Firmen ein attraktives Pflaster sei – nicht nur für Banken und Versicherungen.

Klebstoff für Autoscheiben

Sika ist laut eigenen Angaben einer der grössten verbliebenen industriellen Arbeitgeber in Zürich. In Altstetten wird vor allem an der Herstellung von Kleb- und Dichtstoffen für die Autoindustrie geforscht – und diese dann auch produziert. So werden zum Beispiel jedes Jahr 60 Millionen Autoscheiben mit Erfindungen aus Altstetten verklebt – das sei jede vierte Scheibe, wie Sika stolz schreibt.