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Mehr Mathematik und Deutsch Zürcher Gymnasien machen Schüler fit fürs Studium

Dank höheren Anforderungen sollen Maturandinnen und Maturanden auch in Zukunft prüfungsfrei an eine Universität können.

Eine schwarze Wandtafel mit mathematischen Formeln
Legende: Die Kenntnisse der Maturanden in Mathematik und Deutsch sollen sich verbessern. Keystone

Die Zürcher Maturandinnen und Maturanden schliessen im gesamtschweizerischen Vergleich leicht besser ab als der Durchschnitt. Aber immer noch zu wenig gut für die Universitäten und für die ETH. Die Hochschulen kritisieren vor allem das Niveau in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Das soll sich nun ändern. Damit ein prüfungsfreier Übertritt von den Gymnasien an die Hochschulen auch in Zukunft möglich bleibt, sollen die Schüler und Schülerinnen im Kanton Zürich mehr Mathematik und Deutsch büffeln.

Die Schüler in der Schweiz haben im Vergleich mit ausländischen Schülern eine breitere Allgemeinbildung.
Autor: Hans Jörg HöhenerZürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Auch im Vergleich mit ausländischen Schülern und Schülerinnen sind die Zürcher Maturanden und Maturandinnen in den Fächern Deutsch und Mathematik leicht im Hintertreffen. Dafür haben sie häufig ein breiteres Allgemeinwissen.

Die Zürcher Bildungsdirektion will nun mit einem neuen Konzept das Niveau in Mathematik und deutscher Sprache verbessern. Dabei sollen aber nicht die Aufnahmeprüfungen ins Gymnasium strenger werden, sondern die Ausbildung während des Gymnasiums. Vorgesehen ist auch, dass sich das Niveau aller Schülerinnen und Schüler verbessert.

Breiter Fächer von Möglichkeiten

Das Konzept sieht vor, dass die Lehrer und Lehrerinnen mitreden können. Wie Hans Jörg Höhener vom Zürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagte, soll jedes Gymnasium ein eigenes Konzept erarbeiten. Das eine Gymnasium könne auf spezielle Förderkurse setzen, ein anderes auf gegenseitige Hilfe unter den Schülern.

Ein Umbau mit Konsequenzen

Die Schulleiterinnen und Schulleiter begrüssen grundsätzlich die Ideen der Bildungsdirektion und dass die Gymnasien ein grosses Mitspracherecht haben. «Die Problematik ist uns bewusst», sagt Martin Zimmermann, Präsident der Schulleiterkonferenz. Dass die Leistungen in Mathe und Deutsch zurückgegangen seien, komme aber nicht von ungefähr. «In diesen Fächern wurde der Unterricht um einen Viertel abgebaut.»

Soll vermehrt wieder auf diese Fächer fokussiert werden, komme eventuell anderes zu kurz. Man werde jetzt genau prüfen müssen, wie das Konzept der Bildungsdirektion umgesetzt werden soll.

Im Sommer 2018 sollen die ersten Ideen präsentiert werden. Danach muss der Kanton das Geld für die Umsetzung der Massnahmen zur Verfügung stellen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Lernen und büffeln sind nicht das Gleiche. Unser Hirn, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen, liebt eigentlich, das Spielerische, nein, ich meine nicht easy, ich meine spielerisch. Wer Kindern beim ungestörtem Spiel beobachtet, weiss was ich meine. Für Kinder ist Spielen wie atmen. Lernen braucht dieselben Voraussetzungen wie das Spiel. Freude&Gwunder. Gute Lehrer stören nicht, geben ab und an einen kleine Ansporn, ermutigen, erkennen, anerkennen. Das sind dann die begnadeten Lehrerinnen.
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  • Kommentar von Wendy E. Mueller (Wendy E.)
    Wenn jemand Biologie studieren möchte was bringt einem höhere Kenntnisse der Mathematik ? Das beste System um Personen für die Uni vorzubereiten ist ein System wie zb. in Irland mit den Leaving Certificates. Dort wählt man 6 Fächer entweder auf ordinary level oder im higher level. Zumeist ist English, Irish, eine weiter Fremdsprache und Mathe pflicht und die restlichen 2 Fächer wählt man nach dem eigenem Interesse und mit dem Gedanken was man studieren möchte.
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    1. Antwort von Wendy E. Mueller (Wendy E.)
      Ich nahm zb. English, Deutsch, Biologie, Mathe, Economics und Business aber nur, weil ich noch zwei Fächer brauchte und einfache Fächer wollte. Von Irish wurde ich bereit. Wenn man higher level Maths nimmt dann bekommt man bei einer note von minimum H6 ( Etwa eine 3 oder 4 im CH System) noch 25 Punkte bonus, weil es gefördert und belohnt wird. Muss muss auch jedes Fach bestehen und in der Schweizer Matura kann man auch 2 od 3 Fächer nicht bestehen und dennoch die Matura schaffen.
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