Mehr Polizisten für Schaffhausen - trotz Sparprogramm

Weil sie überlastet sind, will die Schaffhauser Kantonsregierung Polizei und Staatsanwaltschaft aufstocken. 30 zusätzliche Stellen sollen geschaffen werden. Die ersten Signale aus dem Parlament sind jedoch negativ.

Polizisten

Bildlegende: Es sollen noch mehr werden: Die Schaffhauser Regierung will die Polizei aufstocken. Keystone

Polizei und Staatsanwaltschaft kommen nicht mehr nach mit ihrer Arbeit, sie brauchen deshalb Verstärkung. Davon ist die Schaffhauser Kantonsregierung überzeugt. 30 zusätzliche Stellen will sie daher schaffen, gut 20 davon bei der Polizei.

« Wenn wir die Sicherheitsaufgaben seriös erfüllen wollen, dann haben wir jetzt bei der Polizei zu wenige Leute. »

Die 24stunden-Gesellschaft sei auch im Kanton Schaffhausen Tatsache. «Es kommt zu immer mehr Gewalttaten, wenn die Leute ganze Nächte lang im Ausgang sind. Wenn wir die Sicherheitsaufgaben seriös erfüllen wollen, dann haben wir jetzt bei der Polizei zu wenige Leute», sagt der zuständige Regierungsrat Ernst Landolt gegenüber dem «Regionaljournal».

Neue Strafprozessordnung - mehr Arbeit

Auch die neu organisierte Staatsanwaltschaft brauche Verstärkung. Mit der neuen Strafprozessordnung sei die Arbeit nämlich aufwändiger geworden, sagt Landolt. Dies entgegen den ursprünglichen Versprechungen, dass es effizienter sei, wenn jeder Fall von nur einem Staatsanwalt behandelt werde - von der Verhaftung bis vor Gericht.

Warum gerade jetzt?

Dass die Regierung gerade jetzt mehr Stellen schaffen will, das löst bei den Parlamentariern von links bis rechts negative Reaktionen aus. Sowohl SP-Fraktionschef Werner Bächtold als auch FDP-Kantonsrat Martin Kessler äussern sich skeptisch zu den Aufstockungsplänen des Regierungsrates. Wird doch zurzeit gerade ein riesiges Sparprogramm behandelt.