Mehrheit der Schaffhauser will keinen Atomstrom mehr

80 Prozent der Schaffhauser Haushalte und 70 Prozent der EKS-Kunden im deutschen Grenzgebiet wollen keinen Atomstrom mehr. Sie haben sich für den Naturstrom entschieden.

Energiedirektor Reto Dubach und EKS-Chef Thomas Erb.

Bildlegende: Energiedirektor Reto Dubach (r.) und EKS-Chef Thomas Erb präsentierten die Bilanz des EKS. SRF

Das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen (EKS) bietet seit Anfangs 2012 als Standardstrom einen Naturstrom an, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft besteht.

80 Prozent der Schaffhauser Haushalte und 70 Prozent der EKS-Kunden im deutschen Grenzgebiet wollen keinen Atomstrom mehr. Sie haben sich für den Naturstrom entschieden. Und dies, obwohl er etwas mehr kostet als der bisherige Standard-Strommix, der mehrheitlich aus Atomstrom bestand.

Energiedirektor Reto Dubach freute sich an der Bilanzmedienkonferenz des EKS, dass die Akzeptanz der Energiewende bei den Schaffhauser Kunden gestiegen sei. Allerdings beziehen die meisten Gewerbebetriebe und die Industrie nach wie vor den günstigeren Atomstrom vom EKS.

Gewinn gesteigert

Insgesamt ist der Anteil der erneuerbaren Energie, den das EKS verkauft, 2012 von 20 auf 45 Prozent gestiegen. Der Anteil von Wind-, Sonnenenergie und Biogas ist allerdings erheblich kleiner. Er beträgt nur gerade 2 Prozent.

Das EKS hat 2012 seinen Gewinn um 2,3 Millionen auf knapp 8 Millionen Franken gesteigert. Der Kanton Schaffhausen soll eine Dividende von 3,6 Millionen Franken erhalten.