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Zürich Schaffhausen «Meine Bücher sollen wie ein Apfel Nahrung geben»

Der Winterthurer Schriftsteller und Filmemacher Yusuf Yesilöz stellt mit «Soraja» sein zehntes Buch vor. Der Roman handelt von einem türkischen Liebespaar, das eigentlich keines sein dürfte. Erneut befasst sich Yesilöz also mit den Themen Liebe, Religion, Tradition und Heimat.

Legende: Audio Yusuf Yesilöz im Gespräch (21.5.2014) abspielen. Laufzeit 06:45 Minuten.
06:45 min, aus Regi ZH SH vom 21.05.2014.

Yusuf Yesilöz kam vor 27 Jahren als kurdischer Flüchtling in die Schweiz. Inzwischen ist er Schweizer Bürger und lebt mit seiner Familie in Winterthur. In seinen Filmen und Büchern taucht das Thema der fremden Kulturen immer wieder auf. Er selbst sieht sich aber nicht zwischen den beiden Welten – der christlichen Schweiz und der muslimischen Türkei – hin- und hergerissen. Viel mehr stimme es, dass er in beiden Welten lebe, sagt Yesilöz im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und in seinen Büchern erzähle er aus beiden Welten.

In zwei Welten zu leben, sei aber nicht immer einfach. Eine Mazedonierin habe in einem seiner Filme über Alter und Migration einmal treffend gesagt: «Wir werden niemals ansässig. Wir werden irgendwann auf der Reise sterben.» Vermutlich werde das auch bei ihm nicht anders sein. Denn die Sehnsucht nach seinem Heimatdorf, die bleibe wohl ein Leben lang.

Migration verändert die Menschen.
Autor: Yusuf YesliözAutor und Filmemacher

Dass ihn das Thema Migration so stark beschäftigt, habe aber auch damit zu tun, dass es schlicht ein spannendes Thema sei. Identitäten veränderten sich. «Ich arbeite gerne auf diesem Feld», sagt der 50-Jährige, der sein erstes Geld in der Schweiz im Gemüsebau verdiente. Überhaupt vergleicht Yusuf Yesilöz Literatur, das Lesen, gerne mit Nahrung: «Ich bin am glücklichsten, wenn ich einen Roman gelesen habe, der mir gefällt, der mir etwas Nahrung geliefert hat.» Idealerweise seien auch seine Bücher «essbar», wie ein Apfel, der ja auch Süssstoffe enthalte. Seinen jüngsten Roman beschreibt der Winterthurer als eine «Liebesgeschichte mit allem drumherum».

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