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Zürich Schaffhausen Messerstecher entschuldigt sich bei Familie und Freunden

Der Hauptangeklagte im «Kaufleuten»-Mordprozess hat vor dem Zürcher Bezirksgericht gesagt, es tue ihm alles sehr leid. Am Donnerstag wird das Urteil des Gerichts bekanntgegeben.

Der Angeklagte während des Prozesses.
Legende: Der Angeklagte während des Prozesses. Keystone / Illustration Robert Honegger

Er hoffe, die Familie könne ihm eines Tages vergeben, sagte der junge Mann, der am 15. Juli 2012 vor dem Zürcher Club «Kaufleuten» einen 23-Jährigen mit elf Messerstichen getötet und dessen jüngeren Bruder lebensgefährlich verletzt hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen jemanden zu töten. Er sehe ein, dass er überreagiert habe und bestraft werden müsse.

Laut Anklage hatte der Hauptbeschuldigte im Club schon gepöbelt und Drohungen ausgestossen. Später kam es vor dem Club zu einer Schlägerei mit dem Geburtstagskind und dessen Freunden. Der Beschuldigte besorgte sich ein Messer, stürzte sich aus Rache auf sein Opfer und stach zu. Der Staatsanwalt forderte 20 Jahre Gefängnis wegen Mordes und versuchter vorsätzlicher Tötung.

Der Verteidiger sagte dagegen, sein Mandant habe sich bedroht gefühlt. Dabei sei er von seinen Emotionen überrollt worden und habe zugestochen. Dies sei vorsätzliche Tötung und höchstens mit 12 Jahren Gefängnis zu bestrafen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    "Isch masch disch Messer!" - Diese kulturelle 'südländische' Eigenheit kennt man inzwischen in ganz Westeuropa nur allzu gut. Leider wird sie vielerorts viel zu lasch bestraft und es wird munter weitergemessert. Und leider wird uns wohl auch dieser Iraker, der hier zugestochen hat, bis ans Lebensende erhalten bleiben, schliesslich verbietet es "zwingendes Völkerrecht", dass dieser Mörder in seine Heimat abgeschoben wird.
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