Migros-Angestellte erhalten bezahlte «Lichtpausen»

Die Migros zieht einen Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts nicht ans Bundesgericht weiter. Deshalb muss sie ihren Angestellte im Shopville künftig die «Lichtpausen» abgelten.

Migros Filiale im Shopville am Hauptbahnhof Zürich.

Bildlegende: «Es werde Licht» - neu gilt dies auch für die Migros-Angestellten, die untertags in der Migros im Shopville arbeiten. Keystone

Sie arbeiten stundenlang ohne natürliches Licht. Deshalb durften Migros-Angestellte, die im Zürcher Shopville arbeiten, schon bisher pro Tag 40 Minuten «Licht tanken». Neu muss das Unternehmen diese «Lichtpausen» bezahlen, wie es das Zürcher Verwaltungsgericht verlangt hatte. Der orange Riese will diese Regelung ab dem 25. November umsetzen.

Die Migros kostet die Massnahme rund 700‘000 Franken pro Jahr, wie Konzernsprecher Urs Peter Naef bestätigt. Allerdings profitiert davon vorläufig nur die Shopville-Filiale im Zürcher Hauptbahnhof. «Wir können nicht alle Filialen, wo Angestellte unterirdisch arbeiten, über denselben Leisten schlagen, sondern müssen sie fallweise betrachten», so Naef. In gewissen Läden könne man mit baulichen Massnahmen für Tageslicht sorgen, in anderen sei dies nicht möglich.