Mit dem Sturmgewehr an die Fussball-Feier

Nach der EM-Qualifikation der Albanischen Fussballnationalmannschaft ist es am Sonntag in Zürich zu lautstarken Siegesfeiern gekommen. Ein Fan übertrieb es deutlich: Er hielt ein Sturmgewehr aus dem Auto.

Ein Fussballfan streckt seinen Kopf aus dem Auto und bläst in eine Tröte.

Bildlegende: Die meisten albanischen Fussballfans feierten ausgelassen, aber friedlich. Einzelne übertrieben es aber. Keystone

Gleich nach dem Abpfiff versammelten sich in Oerlikon Dutzende Fans, um den 3:0-Sieg gegen Armenien und die EM-Qualifikation zu feiern. Nachdem die Gruppe provozierend in Richtung eines serbischen Fanlokals marschierte, schritt die Polizei ein und verhinderte ein Aufeinandertreffen.

Während dieses Einsatzes seien die Einsatzkräfte von einem Laserpointer geblendet worden, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung vom Montag. Verletzt wurde aber niemand. Eine Randale wie letzte Woche nach dem Serbien-Spiel konnte die Polizei verhindern.

Waffenbesitzer verzeigt

Kurz darauf musste die Polizei erneut einschreiten: Sie erhielt die Meldung, dass ein Auto unterwegs sei, aus dessen Fenster neben der Albanienflagge auch noch eine Kalaschnikow gehalten werde. Eine Patrouille konnte das Auto aufhalten und entdeckte hinter den Vordersitzen tatsächlich ein Gewehr, allerdings keine Kalaschnikow, sondern ein Sturmgewehr 90. Die Waffe war nicht geladen. Im Auto wurde zudem keine Munition gefunden. Die Polizei stellte das Gewehr sicher und verzeigte den Besitzer.

Im Laufe des Abends kam es im Kreis 4 zudem zu Autokorsos, an denen bis zu 500 Autos teilnahmen. Dabei wurden auch einige Böller und Petarden gezündet. Abgesehen von grossen Verkehrsbehinderungen und Lärmklagen wegen des Hupkonzerts gab es aber keine Zwischenfälle.