«Zwölf» die Jubiläums-Ausgabe Mit Hakan Yakin im Kunstmuseum

«Zwölf», das etwas andere Fussballmagazin, feiert seinen 10. Geburtstag. Produziert in einer abbruchreifen Gewerbeliegenschaft in Zürich-Altstetten, nähert es sich der Schweizer Fussballszene gerne aus einem anderen Blickwinkel.

Geld für schicke Redaktionsräume geben Mämä Sykora und seine Mitstreiter nicht aus. Sie produzieren ihr Fussballmagazin in Abbruchliegenschaften, wo die Mieten tief sind. Dafür nehmen sie jedes Jahr einen Umzug in Kauf.

Ein edles Heft, produziert in ärmlichen Räumen

«Es ist überlebensnotwendig für ‹Zwölf›, dass wir nicht die Mieten bezahlen, die für Büroräumlichkeiten in Zürich anfallen», sagt Chefredaktor Sykora. Stattdessen stecken sie jeden Rappen in das aufwändig produzierte und schön gestaltete Fussballmagazin: Schweres mattes Papier, grosse Fotostrecken, ausführliche Texte. Es soll schön und wertig aussehen.

«  Unsere Geschichten sind etwas wert. Wir wollen dass es auch schön daher kommt. »

Mämä Sykora
Chefredaktor von «Zwölf»

Die Geschichten selbst heben sich ab von der üblichen Fussballberichterstattung. Jenseits von Matchberichten suchen die Journalisten von «Zwölf» die besondere Geschichte, den spannenden Interviewpartner, alles gerne ausserhalb ausgetretener Pfade. So besucht «Zwölf» in seiner Jubiläumsausgabe mit Fussball-Künstler Hakan Yakin das Zürcher Kunsthaus. Die Fragestellung: Gehören Fussball-Künstler wie er heute ins Museum, oder haben sie noch Platz im heutigen Fussball?

Etabliert in der Szene

Es sind Ansätze und Themen wie diese, die «Zwölf» von Anfang an, seit seiner Gründung 2007, gesucht und immer wieder gefunden hat. «Die Gründungsväter wollten in der Schweiz auch endlich das lesen können, was sie interessiert und das gab es nicht.» Die einzige Alternative: selber machen. Heute sei das Magazin in der Szene etabliert, sagt Mämä Sykora. Bei den anderen Medien, vor allem aber bei den Vereinen. Diese würden es dem Magazin hoch anrechnen, dass «Zwölf» immer fair berichte.

«  Sie schätzen es extrem, dass wir nicht darauf aus sind, Spieler durch den Dreck zu ziehen. »

Mämä Sykora
Chefredaktor «Zwölf»

Von der etwas anderen Berichterstattung profitieren nicht nur die Clubs der obersten Liga. Mit viel Liebe und Sachverstand kümmert sich «Zwölf» seit Beginn auch um die Protagonisten in der Challenge-League und die kleinen Fussballclubs von nebenan.

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)