Mit Lichtsignalen den Stau bekämpfen

Der Winterthurer Stadtrat sagt dem Stau den Kampf an. Mit neuen Lichtsignalanlagen am Stadtrand will er den Verkehr verflüssigen. Unternehme man nichts, dann werde es in den nächsten Jahren noch mehr Staus und noch grössere Verspätungen für den öffentlichen und den privaten Verkehr geben.

Autos auf der Zürcherstrasse in Winterthur.

Bildlegende: Hohes Verkehrsaufkommen auf der Zürcherstrasse in Winterthur - sie ist schon heute häufig überlastet. zvg

Die Stadt Winterthur hat ein Verkehrsproblem. Weil die Bevölkerung und damit auch die Zahl der Autos stetig wächst, kommt es in den Stosszeiten immer öfter zu Staus. Darum reagiert nun der Stadtrat: Mit einem neuen Konzept will er den Verkehr flüssiger machen.

Konkret sollen am Stadtrand mindestens 6 neue Lichtsignale installiert werden, die den Verkehr nur dosiert passieren lassen und so die Innenstadt entlasten. Dadurch sollen auch die Anschlüsse zwischen Bus und S-Bahn besser gewährleistet und Schleichverkehr verhindert werden.

Stadt Zürich als grosses Vorbild

Winterthur orientiert sich mit diesem Konzept am «Zürcher Modell». Die Stadt Zürich entwickelte es in den 90er-Jahren. Die Idee dahinter: Die Autos werden an der Stadtgrenze aufgehalten und nur dosiert ins Zentrum geführt. Das hat zur Folge, dass der Verkehr in der Innenstadt relativ flüssig zirkuliert.

Die Umsetzung des neuen Konzepts in Winterthur kostet rund acht Millionen Franken. Ein kleiner Teil muss noch vom Stadtparlament genehmigt werden. Den Grossteil bezahlen aber der Bund aus dem Agglomerationsfonds sowie der Kanton aus dem Strassenfonds.