Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Mit Veloverleih gegen die Langeweile

In Zürich-Altstetten warten hunderte Asylbewerberinnen und Asylbewerber auf ihren Entscheid. Arbeiten dürfen sie in dieser Zeit nicht. Um sich zu beschäftigen, leisten sie gemeinnützige Einsätze im Quartier.

Legende: Audio «Wir wollen im Quartier positiv auffallen» abspielen.
3:54 min

Sie helfen beim Kochen, sammeln in Parkanlagen Abfall oder arbeiten beim Velo-Verleih. Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus dem nationalen Testzentrum Juch in Zürich-Altstetten leisten gemeinnützige Arbeiten.

Die Einsätze würden den Asylbewerbern eine Tagesstruktur bieten und ermögliche ihnen den Kontakt zur Quartierbevölkerung, sagt Flurina Etzweiler. Sie ist bei der Asylorganisation Zürich (AOZ), die das Zentrum Juch im Auftrag des Staassekretariats für Migration führt, für das Beschäftigungsprogramm verantwortlich.

Die Asylsuchenden sind sehr dankbar, dass sie die Möglichkeit haben, etwas zu machen. Sie würden sich am liebsten noch viel mehr einbringen.
Autor: Flurina EtzweilerLeiterin Beschäftigung bei der AOZ
Eine Frau steht vor dem weiss-grünen Häuschen des Fahradverleihs.
Legende: Flurina Etzweiler beim Velo-Verleih auf dem Bahnhofplatz in Zürich-Altstetten. SRF

Das bestätigen auch die Asylbewerber selber. Er möge den Job, sagt ein Nigerianer, der im Velo-Verleih die Administration erledigt. Mit ihm arbeiten ein Mann aus Sri Lanka und ein Weissrusse. Diese Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Nationalität trage viel zu einer positiven Stimmung im Zentrum bei.

Nur Beschäftigung - keine Arbeit

Wobei es streng genommen keine «Arbeit» ist, wie Flurina Etzweiler betont. Denn gesetzlich ist es Asylbewerbern nicht erlaubt zu arbeiten. Für ihre Tätigkeiten erhalten sie daher keinen Lohn, sondern eine sogenannte Motivationsprämie von dreissig Franken pro Halbtag. Wichtiger als das Geld sei jedoch die Wertschätzung, welche die Asylbewerber durch ihre Arbeit erfahren.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17.30 Uhr)

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von rob weiss, zofingen
    ...tja mag nicht immer alles gold sein was glänzt. aber es ist die richtige richtung! beschäftigen wir die asylbewerber mit einer tätigkeit, die dem allgemeinwohl zu gute kommt. was es auch sein mag. obligatorisch für alle und der "lohn" oder gegenleistung haben sie ja bereits.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heidi Schweber, Elsau
    Beim Veloverleih sind mindestens 2. Einer bedient (höchst unfreundlich), die anderen sitzen herum. 5-8 Velo sind nicht fahrbar, keiner repariert. Für E-Velos muss man ID/Pass hinterlegen, was erstens verboten ist und zweitens ich nie machen würde, wer weiss was damit gemacht wird! An einem Wochenende war eine Station wegen Familien Probleme geschlossen, wusste nicht das der Weissrusse und der Sri Lanker verwandt miteinander sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Tönt toll, ist aber Käse. Für 30.- pro Halbtag, gleich 60.-/Tag mal zum Beispiel 20 Tage sind doch schon wieder 1200.- Stutz! Die würde sich sicher auch gerne ein SCHWEIZER Obdachloser/Arbeitsloser abholen! Oder? --> Diese Leute gehören nicht hierher! PS: Was die uns alles für Kosten verursachen, haben die auch nichts zu verdienen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen