Mücken piesacken den Meister des britischen Humors

Das Openair Literaturfestival Zürich ist nicht einfach Stuhl, Tisch, Autor und ehrfürchtiges Publikum. Gleich die Eröffnung der dritten Ausgabe war ein Höhepunkt: John Cleese, der Kopf von Monty Python, las aus seiner Biographie.

zwei Männer, der eine sprayt den andern mit Mückenspray ein

Bildlegende: Keine Abkühlung für John Cleese, sondern Mückenspray. Die Tücken eines Openair Literaturfestivals. Keystone

Das Openair Literaturfestival lebt vom Veranstaltungsort, dem Alten Botanischen Garten der Stadt Zürich. Das bedeutet nebst einer zauberhaften Atmosphäre aber auch viele Mücken – der Mückenspray ist darum allgegenwärtig. Das Festival lebt aber auch von speziellen Lesungen: Eine Hungerkünstlerin sitzt den ganzen Tag in einem Käfig und liest Kafka, auf einer Parkbank kann man sich über Kopfhörer in Hörspiele vertiefen.

Der Star – nebst dem Veranstaltungsort – kam aber gleich zum Auftakt: John Cleese, der Kopf der britischen Comedy-Gruppe Monty Python. Er las aus seiner Biographie, erzählte über seine misslungenen Auftritte, plauderte über Strumpfhosen und alte Damen, die nicht einmal er zum Lachen brachte.

Literatur soll spielerisch vermittelt werden, sagt Organisatorin Corina Freudiger. Den Tag über sogar gratis, nur für die Lesungen am Abend wird Eintritt verlangt. «Uns besucht ein deutlich jüngeres Publikum, Leute, die nicht nur an einer normalen Lesung interessiert sind», sagt Corina Freudiger, die normalerweise für die Kulturveranstaltungen im Kaufleuten verantwortlich ist.

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