Musik, Theater und Tanz: Kulturelle Adventskalender boomen

In Zürich bieten immer mehr Kulturhäuser einen Einblick in ihr Schaffen während der Adventszeit. Sie möchten dazu einladen, ihre Angebote kennenzulernen. Die Einladung kommt scheinbar gut an. Gleich drei neue Bühnen in Zürich sind dieses Jahr auf den Zug aufgesprungen.

Mit Punsch und Mandarinen wird das Publikum im kleinen Theater Stadelhofen begrüsst. Jeden Abend um 18 Uhr geht dort in der Adventszeit der Vorhang auf, dargeboten werden dann 30-minütige Kurzvorstellungen, sei es eine Lesung, eine musikalische Darbietung oder ein Theaterstück. Die Gäste kommen spontan, legen nach Bedarf ein «Nötli» in den Kollektentopf und lassen sich womöglich am nächsten Tag wieder von neuem überraschen.

Neue Menschen erreichen

Oder sie marschieren das nächste Mal über den Sechseläutenplatz zum Opernhaus, das dieses Jahr ebenfalls mit einem musikalischen Adventskalender aufwartet. Den Anstoss dazu hatte die Marketingabteilung gegeben, nachdem sie sich mit den Organisatorinnen des Weihnachtsmarktes vor dem Opernhaus ausgetauscht hatte. Und obwohl das neue Adventsangebot kaum beworben wurde, standen die Leute schon in den ersten Tagen Schlange, um etwa einem Streichertrio zu lauschen.

Auch das Tanzhaus Zürich möchte sich öffnen, damit auch Menschen im Haus an der Limmat vorbeischauen, die eine reguläre Vorstellung wohl eher nicht besuchen würden. Gezeigt werden hier Performances, welche jeden Tag aufs Neue entstehen.

Türchen auf, Türchen zu, auch im Internet

Etwas Besonderes hat sich auch das Theater Hora ausgedacht, welches Menschen mit einer Behinderung ausbildet. Die Schülerinnen und Schüler haben Szenen gespielt und gefilmt und stellen diese nun online zur Schau. Eine tägliche Überraschung also, die auch von der Couch in der heimischen Stube aus genossen werden kann.