Nach Attacke: Stadtpolizei Zürich will Gewalt-Ursache erforschen

Die Krawalle beim Zürcher Bellevue vom Samstagabend richteten sich explizit gegen die Stadtpolizei Zürich. So schrieben es die Linksautonomen in ihrem Bekennerschreiben. Die Gewalt gegen Polizisten mehrt sich. Nun will die Stadtpolizei die Ursachen erforschen und hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

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Vermehrt Angriffe gegen Polizisten

2:04 min, aus Schweiz aktuell vom 15.2.2016

Ein Dutzend Demonstranten versammelten sich am Samstagabend beim Zürcher Bellevue. Das Ziel: Eine Konfrontation mit der Stadtpolizei. Die Linksautonomen bewarfen die Polizistinnen und Polizisten mit Steinen, Fackeln und Knallkörpern und blendeten sie mit Laserpointern. «Die Gewalt richtete sich nicht nur gegen die Polizistinnen und Polizisten, sondern gegen die Stadtpolizei als Institution», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi.

Dies bestätigt ein Blick ins Bekennerschreiben, das die Krawalanten auf der Plattform Indymedia veröffentlichten. Ihre Absicht: Ein gezielter Angriff auf die Polizei. Der Grund: Die Zürcher Stadtpolizei unterbinde jede Art von politischer Meinungsäusserung. Ein Vorwurf, den die Stadtpolizei von sich weist.

Mit PIUS gegen die Gewalt

Demonstrationen ohne politischen Hintergrund, einzig um die Polizei zu attackieren, das sei ein neues Phänomen, sagt Marco Cortesi. Und die Polizei will die Ursachen für diese neue Entwicklung wissen. Eine Arbeitsgruppe mit dem Namen PIUS (Polizei im urbanen Spannungsfeld) soll dies erforschen. Neben Polizisten sucht die Stadtpolizei auch externe Fachleute, die mithelfen, Ursachen zu finden und Massnahmen zu entwickeln.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr / Bild: Keystone)