Nach der Wahl ist vor der Wahl: Camin soll's für die FDP richten

Trotz harscher Kritik an ihrem Kandidaten will die FDP auch in den 2. Wahlgang mit Marco Camin steigen. Die Grünliberalen überlegen sich die zweite Runde ganz genau.

Marco Camin

Bildlegende: Der 1. Wahlgang hätte erfreulicher ausgehen können für Marco Camin. Jetzt wird Kritik an seiner Kandidatur laut. Keystone

Marco Camin, Kronfavorit für die Nachfolge von Martin Vollenwyder, ist im ersten Wahlgang nur knapp einer totalen Schlappe entkommen: AL-Kandidat Richard Wolff hätte ihn zur Überraschung aller beinahe überrundet. Nur gerade 2000 Stimmen trennten die beiden Stadtratskandidaten.

Die Kritik an Marco Camin nach dem ersten Wahlgang ist darum gross. Es werden Stimmen laut, die der FDP empfehlen, besser auf einen neuen Kandidaten zu setzen. Dies sagt nicht zuletzt auch das Leibblatt des Freisinns, die NZZ. Trotzdem will die FDP-Parteileitung an Marco Camin festhalten.

«Er hat aus einer schwierigen Ausgangslage den ersten Platz geholt, und damit haben wir gezeigt, dass er auch über die Parteigrenzen hinweg Stimmen generieren kann», sagt FDP-Stadtparteipräsident Michael Baumer. Mit der SVP, die auch Zweifel an der Weiterkandidatur Camins geäussert hat, suche man das Gespräch.

GLP überlegt ganz genau

Die Grünliberalen haben am Sonntag eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ihr Kandidat Daniel Hodel lag abgeschlagen auf dem dritten Platz. Ob er in der zweiten Runde noch einmal antreten will, entscheidet sich am Montagabend. Falls Hodel nicht mehr zur Verfügung steht, will die GLP keinen neuen Kandidaten ins Rennen schicken.